„Alles neu macht der Mai..“

Liebe Mitglieder, liebe Genoss*Innen,

der letzte Newsletter vom Dezember 2020 liegt schon sehr lange zurück. Wir sind selbst etwas erschrocken und freuen uns umso mehr Ihnen und Euch Erfreuliches berichten zu können. Der Mai macht doch manches neu. Zumindest für die ÖEG – auch wenn in diesen Pandemiezeiten unsere Sehnsüchte – wie vielleicht die dann folgenden Liedzeilen „macht die Seele frisch und frei – lasst das Haus, kommt hinaus“ gerade nicht oder nur in engen Grenzen in Erfüllung gehen können. Hier ein kleiner Einblick, was sich aus Sicht der ÖEG und für die ÖEG tut:
Vorstand und Aufsichtsrat haben nach eingehenden Überlegungen beschlossen Gregor Roller, der in der Elternzeit von Sebastian Edel diesen sehr gut vertreten hat, über den Sommer hinaus weiter zu beschäftigen. Aus der Argumentation des Aufsichtsrates: „Es besteht Einigkeit darin, dass die aktuelle Projektpipeline solide ist und das Risiko (der Anstellung von beiden Mitarbeitenden auf Teilzeitstellen) tragbar ist. Diese Einschätzung steht auch vor dem Hintergrund, dass der Vorstand die Kostenplanung für den Haushalt 2021 sehr konservativ angesetzt hat. Im Jahr 2019 hatten wir bereits einen Bilanzgewinn von 33TEUR und haben auch in einer kurzfristigen Betrachtung die notwendige Ertragskraft und auf jeden Fall die notwendigen Reserven.“ Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich, dass Sebastian Edel nach seiner einjährigen Elternzeit Ende Juli seine Arbeit wieder aufnimmt und schätzen sich glücklich, so junge, kompetente und engagierte Mitarbeiter wie Sebastian Edel und Gregor Roller zu haben, die die Akquisition, Planung und Realisierung der Projekte weiter vorantreiben werden – und sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen auch gut ergänzen.
Dass die Kirchen – Kirchengemeinden wir Diakonie – etwas aufgewacht sind, macht sich auch an der Nachfrage nach Kooperationsprojekten bemerkbar. So stehen Investitionen in zwei größere Anlagen auf Dächern evangelischer Schulen an, zwei, vermutlich sogar drei Anlagen, auf Neubauten von Kindertagesstätten und zwei größere Anlagen auf diakonischen Einrichtungen in Höhe von ca. 300.000 € für dieses Jahr an. Dies ist auch notwendig, um das bei der Bank geparkte Geld aus dem bisher nicht realisierten Windpark Länge investiv anzulegen und „arbeiten“ zu lassen. Das Projektbesuche und Verhandlungsgespräche in Pandemiezeiten die Kooperation erschweren ist nicht von der Hand zu weisen. Umso mehr freut es uns, dass es operativ vorangeht.

Von rechts nach links: Frank Kummermehr und Frank Tempke von der installierenden Solarfirma, Janine Hauck, die Leiterin der KiTa und Gregor Roller


Erst letzte Woche konnten wir in Mannheim eine 25 kWp PV -Anlage auf dem Dach der Kindertagesstätte der Ev. Kirche Mannheim (EKMA) in der Rastenburger Str. in Betrieb nehmen, so dass wir jetzt mit der EKMA 6 Kindertagestätten und ein Verwaltungsgebäude mit Solarstromanlagen bestückt haben – insgesamt mit 110 kWp. Mit der EKMA haben wir einen sehr engagierten Kooperationspartner, der sein Klimaschutzkonzept auch praktisch umsetzen will.Rückenwind kommt für die ÖEG auch aus Brüssel und Karlsruhe – und hoffentlich bald auch aus Berlin. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, der oberste Gerichtshof Deutschlands, hatte letzte Woche – am Tag der Inbetriebnahme unserer 21. PV Anlage – verkündet, dass das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung in seiner jetzigen Form Freiheits- und Grundrechte verletzt und damit in Teilen dem Grundgesetz widerspricht. Dieses sensationelle Urteil verpflichtet die Bundesregierung, mehr als bisher für den Schutz des Klimas zu tun. Bis Ende kommenden Jahres muss diese die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 genauer regeln und einen klaren Pfad aufzeigen, wie Deutschland seine Emissionen auf null senken wird. Maßnahmen dürfen nicht länger aufgeschoben werden, denn das gefährdet die Freiheitsrechte heutiger und künftiger Generationen. Entsprechend den neuen EU – Reduktionszielen von 55 % muss Deutschland seine Ziele auf 65 – 70 % erhöhen – und dies bis 2030, also in 9 Jahren. So ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mehr als ein Meilenstein. Sie wird die Umweltpolitik dieser und der kommenden Bundesregierung – die Bundestagswahl ist im September – entscheidend prägen. Und auch als ÖEG hoffen wir auf bessere Rahmenbedingungen für unser planerisches und investierendes Handeln.

Und nicht nur zum Schluss: in der kommenden Woche findet in Frankfurt vom 13. – 16 Mai der 3. Ökumenische Kirchentag statt. Siehe:  https://www.oekt.de/; Trotzdem können Sie dabei sein – bedauerlicherweise weitgehend nur online. Die Kirchentagslosung heißt „schaut hin (Mk 6,38): Ehrlich hinschauen auf Herausforderungen und Zielkonflikte, auf die Auswirkungen unseres Produzierens und Konsumierens – auf Menschen neben uns, weltweit und die kommenden Generationen. Dies heißt dann aber auch einander vertrauen und gemeinsam für eine enkeltaugliche Zukunft handeln.

Unsere Generalversammlung wird wieder erst im Herbst sein in der Hoffnung, dann live tagen zu können. Und: zu unserem großen Bedauern verlässt uns Kristin Tomaschko, die an der Akademie einen umfangreicheren Arbeitsvertrag erhält bekommt und so aufgrund ihrer familiären Situation für die ÖEG leider keine Zeit mehr bleibt. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Kristin Tomaschko für Ihr Engagement und wünschen ihr alles Gute. Das ÖEG Büro wird erstmal unbesetzt bleiben und von Vorstandsmitgliedern „mitversorgt“. Das Telefon wird dann auf Vorstandsmitglieder umgestellt.

Ihnen und Euch alles Gute in diesen Transformationszeiten – und vor allem: bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre/Eure ÖEG’ler im Mai 2021

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