Aktion „Zwei aus jeder Gemeinde“

Die Ökumenische Energiegenossenschaft Baden-Württemberg e.G. (ÖEG) hat sich zum Ziel gesetzt, auf kirchlichen Dächern und im Bereich kirchlicher Liegenschaften in Baden-Württemberg möglichst viele erneuerbare Energieanlagen (Photovoltaik, Biogas, Wind- und Wasserkraft) zu installieren. Seit unserer Gründung im November 2009 haben wir zwei Photovoltaikanlagen mit insgesamt 60 Kwp errichtet.

Im Jahr 2011 werden wir unser Engagement auf eine breitere Basis stellen und unser Anliegen in möglichst vielen Kirchengemeinden in Baden-Württemberg bekannt machen.
Dazu brauchen wir Ihre Hilfe!

„Wo das Reden zum Tun führt, bin ich richtig“

Wir wünschen uns Multiplikatoren, die unsere Idee weitertragen, die selbst bereit sind sich aktiv und durch Beteiligung an der Genossenschaft in diese Arbeit einzubringen. Unsere Vision ist es, aus jeder Kirchengemeinde in Baden-Württemberg mindestens zwei Mitglieder zu gewinnen. Diese sollten sich jeweils vor Ort als Organisatoren einer energetischen Wende verstehen und die vorhandenen „Erneuerungskräfte“ in ihrer Gemeinde aktivieren.

Über die Bedingungen einer Mitgliedschaft sowie über Rechte und Pflichten die sich daraus ergeben informiert die „Kurzinformation zur Satzung der ÖEG“.

Neben dem Bau und Betrieb von PV-Anlagen werben wir für einen bewussten Umgang mit Energie, beraten Kirchengemeinden und motivieren diese aktiv in ein Energiemanagement und in die Initiative „Der Grüne Gockel“ einzusteigen. Mit über 500 Millionen kWh Stromverbrauch p.a. haben die Kirchen in Baden-Württemberg ein großes Potential zur Energieeinsparung und auch eine große zu substituierende Strommenge.

Haben Sie Interesse, Fragen, Anregungen? Wünschen Sie weitere Unterlagen, möchten Sie unseren Flyer in ihrer Gemeinde auslegen oder wollen Sie Mitglied werden? Sie können uns auch gerne in Ihre Kirchengemeinde/Einrichtung einladen zu Fragen praktischen Klimaschutzes und dem genossenschaftlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.
Über Ihr Interesse freuen wir uns!

Unsere zweite Anlage – ÖEG-ES SUN 2 – ist am Netz

Seit Donnerstagabend ist unsere zweite PV – Anlage  auf dem Dach des Tagungshotels Evangelisches Waldheim in Esslingen-Jägerhaus in Betrieb. Nach Prüfung der Angebote hatte der Vorstand sich angesichts der begrenzten Dachfläche für leistungsstärkere Module (kW pro qm) der Marke Sunpower entschieden. Entsprechend beträgt die Leistung 28,2 kWp. Der durch die Sonnenenergie erzeugte Gleichstrom wird durch 3 Fronius Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, der zu 100 % in das Stromnetz eingespeist wird. Hierfür bekommt die ÖEG für die nächsten  2o Jahre eine Einspeisevergütung von  0,3405 € je kWh. Die ÖEG dankt der Gesamtkirchengemeinde Esslingen für ihre Bereitschaft, das Dach der ÖEG zur Solarstromerzeugung zu überlassen sowie Herrn Haak, dem Pächter des Tagungshotels für seine bereitwillige und hilfreiche Kooperation. ausgeführt wurden die Installationsarbeiten von der Firma Kirsammer aus Münsingen. Sehr hilfreich war auch die Beratung durch unser Mitglied Martin Schöfthaler, der selbst auf seinem Dach  sehr positive Erfahrungen mit diesen Modulen gesammelt hatte. Wir erwarten einen jährlichen Sonnenertrag zwischen 26 und 28.000 kWh. Dies bedeutet eine jährliche CO2 Einsparung von ca. 19 Tonnen Kohlendioxid.  In Kürze wird auch der Datenlogger in Betrieb genommen, so dass der Solarertrag auch über unsere Internetseite einzusehen ist. Um die positive Bilanz des ersten Jahres weiter fortzusetzen suchen wir weiter neue Genossenschaftsmitglieder.

Eine neue ÖEG –Anlage

Nach vielen Gesprächen in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und mit jeweils kräftigem Schulterklopfen für unsere Initiative wird nun im Herbst eine zweite ÖEG – Anlage auf dem Dach der Tagungsstätte „Waldheim“ der Ev. Gesamtkirchengemeinde Esslingen errichtet. Romeo Edel, Pfarrer in Esslingen und Mitglied im Aufsichtrat der ÖEG war hierbei wichtiger Initiator. Die PV – Anlage ES SUN 2 wird zwischen 25 und 28  kW/peak haben – also mehr als ursprünglich im Einlegeblatt genannt. Gegebenenfalls gibt es auf dem direkt daneben liegenden Bettenhaus noch Platz für eine ähnlich große Anlage. Dort müsste aber erst das etwas marode Ziegeldach neu gedeckt werden – und solange wollten wir nicht warten. Mit einer Investition von ca. 90.000 € sollen ab Ende September 2010 auf dem Dach des Tagungshauses 126 Module etwa 27.000 kWh Sonnenstrom pro Jahr erzeugen, was einer Einsparung von ca.19 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Das EEG garantiert für 21 Jahre eine Einspeisevergütung von 34,05 Cent je kWh und damit jährliche Einnahmen von ca. 9.500 €. Die Gesamtkirchengemeinde Esslingen, als Immobilieninhaber, erhält davon eine jährliche Dachmiete.

Aufbruch in sonnige Zeiten

Am 24. April findet von 13  bis 15 Uhr die erste Generalversammlung der Ökumenischen Energiegenossenschaft statt. Im Anschluß lädt die inzwischen beim Amtsgericht Ulm eingetragene Genossenschaft zusammen mit der Evangelischen Akademie zu einem Fachworkshop ein, der unter dem Titel „Aufbruch in sonnige Zeiten“ sich mit der Frage Kirchen und Solarenergie beschäftigt. Die öffentliche Veanstaltung findet in der Akademie (Westflügel) in Bad Boll statt.

Referenten sind Dr. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der Klima- und Energieagentur Baden Württemberg sowie Prof. Dr. Hans Diefenbacher, EKD Umweltbeauftragter. Die Diskussion wird eingeleitet durch Richard Haug, Dekan in Schwäbisch Hall und Klaus Barwig, Studienleiter an der Katholischen Akademie Hohenheim.

Seid kurzem kann man übers Internet die Daten unser ersten Anlage einsehen: Tagesergebnisse (werden alle 10 Minuten aktualisiert), die Monats- wie die Jahresübersicht.

Die Tagesübersicht Informiert über die erzeugten Kilowattstunden, die dafür gewährte Einspeissevergütung den Tagespitzenwert (Maximalwert) und spezifischen Ertrag.

Link zum Datenlogger

Die Genossenschaft ist auf der Suche nach weiteren für PV-Anlagen geeigneten Dächern wie auch nach neuen Genossenschaftsmitgliedern.

Unsere erste Anlage geht ans Netz

Am 9. Dezember mittags – es war ein sonniger kalter Wintertag – hob ein großer Autokran  5 Paletten mit insgesamt 152 Modulen und den drei Wechselrichtern auf das Dach des Südflügels.

Da die Aufständerung schon vorher bei noch vorhandenem Baugerüst montiert war, konnten die Module unter Mithilfe zweier Vorstandsmitglieder ausgepackt und auf dem Dach verteilt werden. So konnten die Solarteure der Firma TK – Energietechnik die Module gleich an der Aufständerung befestigen, so dass am Abend die Anlage schon fertig montiert, wenn auch noch nicht angeschlossen war. Schon am nächsten Tag fing es zu schneien an, was die Montage der Module sehr erschwert hätte. In den Tagen vorher war schon der Zählerkasten gesetzt und die Integration ins Netz der EnBW vorbereitet worden. In den folgenden Tagen wurden die Module an die drei Wechselrichter angeschlossen, so dass die Anlage mit insgesamt 31,2 kW/peak am 15. Dezember ans Netz ging.

In den ersten Januartagen wird noch ein Datenlogger installiert, so dass wir dann auch übers Internet  die Erträge der Anlage kontrollieren können. Vorstand und Aufsichtsrat sind glücklich, dass alles noch vor Weihnachten und im Jahr 2009 geklappt hat. Das erste Projekt ist realisiert, nun halten wir Ausschau nach dem nächsten – und nach neuen Mitgliedern. Da die Weltklimakonferenz in Kopenhagen ohne konkretes Ergebnis eher enttäuschend endete, kommt es jetzt um so mehr auf uns Bürgerinnen und Bürger an, vom Reden zum Tun zu kommen, wie Erhard Eppler als einer unserer Unterstützer für unsere Genossenschaft formuliert hat. Politik ist  nicht nur mit Forderungen nach mehr Klimaschutz (und entsprechenden Rahmenbedingungen) und finanzieller Unterstützung des Südens der Erde  zu konfrontieren, sondern auch mit Klima-Taten zu bewegen.

Erste kleine Fortschritte

Es geht voran, wie zu sehen ist.

Noch vor der Kiesschüttung auf dem Dach wurde von den Solarfirmen Gühring und TK Energietechnik die Bodenplatte und die Aluschienen aufgestellt, an die dann im Herbst die PV  Module befestigt werden. Inzwischen ist das gesamte Dach des Südflügels der Evanglischen Akademie mit Kies bedeckt.

Kieausbringung 2

Der nächste Schritt ist die Gründung einer Genossenschaft. Beratung wird demnächst beim Baden-württembergischen Genossenschaftsverband eingeholt. Schön wäre es, wenn bis Ende September 1300 Anteile zugesagt wären. Dies wären 130.000 €. Derzeitiger Stand sind 25.000 €
Mit sonnigen Grüßen – auch wenn diese gerade nicht scheint.

Jobst Kraus