Frohe Weihnachten und ein gutes und sonniges Jahr 2018

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

mit sehr gemischten Gefühlen blicken wir als ÖEG auf das Jahr 2017 zurück. Sehr dankbar sind wir für Ihre und Eure Unterstützung, wenn Anteile aufgestockt wurden und für das damit gezeigte Vertrauen in unsere Arbeit. So sind wir in Aufsichtsrat und Vorstand auch etwas stolz auf unsere Mitglieder. Es freut uns auch, dass wie auch im letzten Newsletter schon angedeutet und bildlich dokumentiert unsere mittlerweile 14 zehnte und auch größte PV – Anlage fleißig Sonnenstrom produziert. Mit ermöglicht hat dies auch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz der Landesregierung (https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/neubau-und-gebaeudesanierung/erneuerbare-waerme-gesetz-2015/;), das einen Anteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung des Gebäudes verlangt, wenn in einem vor 2009 errichteten Haus eine Zentralheizung erneuert wird, das heißt wenn der Kessel oder ein anderer zentraler Wärmeerzeuger ausgetauscht wird. Diese Auflage kann auch durch die Errichtung einer PV – Anlage erfüllt werden, wie in Münsingen nun geschehen. Wir hoffen, dass auch andere kirchliche Einrichtungen bei Renovierungen diesbezüglich auf uns zukommen.
Sehr gefreut haben wir uns auch über eine finanzielle Förderung der Anlage durch die BUND Regionalstrom Initiative( bund.regionalstrom@bund.net;). Im Neuen Jahr wird nun auch die PV – Anlage auf dem Verwaltungsgebäude der Mannheimer Gesamtkirchengemeinde errichtet. Nicht nur für uns als ÖEG ist es wichtig das Geld unserer Mitglieder auf die Dächer zu bringen, sondern auch die Energiewende mit Atom- (2022) und notwendigem Kohleausstieg, mit Energiesparen und dem drastisch zu beschleunigenden weiteren Ausbau dezentraler erneuerbarer Energie Erzeugung macht das Wachsen der ÖEG notwendig. Will die Weltgemeinschaft das Paris-Ziel von 2 Grad – besser noch 1,5 – einhalten, dann so haben Wissenschaftler errechnet, stehen Deutschland anteilsmäßig noch 9,9 Mrd. Tonnen Reibhausgase zur Verfügung. Baden-Württembergs Anteil daran sind 1,25 Mrd. Tonnen. Bei einer jährlichen Freisetzung von 70 Millionen Tonnen ist diese Menge in ca.15 Jahren verbraucht und dann müsste es auf „Null“ gehen. Im Bereich Verkehr bleiben in BaWue bei einem Jahresausstoß von 21,7 Mio. Tonnen nur noch 306,9 Mio. Tonnen an zu verfahrender oder verfliegender Restmenge.
All dies macht deutlich, wie dringend ein Übergang in eine reduktive Moderne, eine nachhaltige Energie-, Ess- oder Mobilitätskultur ist. Zum Thema Mobilität gibt es derzeit auch eine neue Studie „Mobiles Baden-Württemberg, die zum Umstieg in eine nachhaltige Mobilitätskultur ermutigt: https://www.bwstiftung.de/bildung/programme/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-buergerbildung/mobiles-bw/;
„Come on“ oder „Wir sind dran“, so lautet der Titel des neuen Buches des Club of Rome, dessen Mitverfasser Ernst Ulrich von Weizsäcker ist und der eine sehr beeindruckende Schiller-Rede gehalten hat und dabei für eine neue Aufklärung plädiert. Vielleicht ist in den Weihnachtstagen Zeit einmal in diese Rede hinein zu hören: http://www.dichterlesen.net/veranstaltungen/schillerrede-2017-aufbruchsstimmung-im-club-of-rome-2289/;

Neue Aufklärung in einem Neuen Jahr. So liegen vor uns als Gesellschaft große und spannende Aufgaben. Wir wünschen Ihnen, dass Sie dies – ob privat oder beruflich und im öffentlichen Leben – nicht als erdrückend, sondern voller Hoffnung angehen, die uns auch immer als Geschenk entgegenkommt.
Und so grüßen wir Sie und Euch mit der Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6)

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Dezember 2017

 

P.S. Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2018 findet am 23.Juni statt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.