GENOSSENSCHAFT

Am 13. November 2009 wurde in den Räumen der  Evangelischen Akademie die Ökumenische Energie-Genossenschaft Baden-Württemberg gegründet. Die Gründungssitzung  samt Satzungsverabschiedung und Wahlen leitete Karl-Albrecht Schmauder. Beratend anwesend war Dr. Groß vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.

Anlass war die Absicht auf dem Neubau des Gästehauses der Akademie eine Photovoltaik- Anlage zu errichten. Intention, gerade eine  Genossenschaft zu gründen war es, möglichst vielen Menschen eine Beteiligung an erneuerbarer Energiegewinnung bei kirchlichen Liegenschaften anzubieten und über die Anlage auf dem Dach des Südflügels hinaus noch weitere Anlagen zur Solarstromerzeugung zu ermöglichen. Langfristig ist auch an eine Investition in andere erneuerbare Energieträger wie Wasser- und Windkraft sowie Biomasse gedacht. Ein Gründungsteam erarbeitete Zielsetzung, Satzung, Finanzplan und Kommunikationskonzept. Anliegen der Genossenschaft ist neben dem praktischen Klimaschutz – dem „Sparen und Erneuern“  – die Förderung regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung.  Ende 2009 zählte die ÖEG bereits 90 Mitglieder mit einem Gesamt- Anlagevermögen von fast 150 000€.

Mittlerweile (Juni 2016) zählt die ÖEG  fast 300 Mitglieder mit Anteilen in Höhe von 725.000 € und hat mit dem Geld ihrer Mitglieder 12 PV – Anlagen auf überwiegend kirchlichen Liegenschaften realisiert.

Die GV im Juni 2016 hat beschlossen für 2015 2 % Dividende auszuschütten.

Mitglieder im Vorstand der Ökumenischen Energiegenossenschaft sind derzeit(Juni 2016): Reiner Glock,  Jobst Kraus als Vorstandssprecher, Niko Reid und  Peter Wabitsch. Paul Hell und Gunter Kaden sind bei der GV im Sommer 2016 mit einem „dicken Dankeschön“ ausgeschieden

Dem Aufsichtsrat gehören an (Stand Juni 2016): Kirchenrat i.R. Ernst-Ludwig Vatter als dessen Vorsitzender, Gordon Detka, Roland Helber, Dr.Eberhard Müller und Martin Schöfthaler.

Die Schirmherrschaft haben Dr. Erhard Eppler, Prälatin Gabriele Wulz, Dr. Brigitte Dahlbender, die Landesvorsitzende des BUND übernommen.Die ÖEG möchte viele Menschen für diese Idee begeistern und mit der Unterstützung ihrer Mitglieder in vielen Gemeinden und Einrichtungen regenerativ tätig werden. In Baden-Württemberg mit seinen ca.3400 Kirchengemeinden und 7,6 Millionen Christen in Landeskirchen, Diözesen und Freikirchen ergeben sich damit neue Möglichkeiten die Kirchen in ihrer Schöpfungsverantwortung praktisch voran zu bringen.
Ein großes Potential bisher ungenutzter Dachflächen gibt es im Bereich der diakonischen Einrichtungen, etwa bei Heimen, Tagungsstätten, Verwaltungsgebäuden und Krankenhäusern. Ziel der ÖEG ist es  in den nächsten 2 bis 3 Jahren möglichst viele zur Sonnenstrom-Erzeugung zu nutzen und so vom Reden zum praktischen Tun zu kommen. Je nach Mitgliederzuwachs und deren Investitionsbereitschaft hofft die Genossenschaft zu wachsen und Kirchengemeinden wie kirchlichen Einrichtungen eine erneuerbare Energieerzeugung zu ermöglichen.

Entsprechend freut sich die Ökumenische Energiegenossenschaft über neue Mitglieder und über jeden Hinweis, wo Potentiale regenerativer Energieerzeugung „brach“ liegen.