GENOSSENSCHAFT

Am 13. November 2009 wurde in den Räumen der  Evangelischen Akademie die Ökumenische Energie-Genossenschaft Baden-Württemberg gegründet. Die Gründungssitzung  samt Satzungsverabschiedung und Wahlen leitete Karl-Albrecht Schmauder. Beratend anwesend war Dr. Groß vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.

Anlass war die Absicht auf dem Neubau des Gästehauses der Akademie eine Photovoltaik- Anlage zu errichten. Intention, gerade eine  Genossenschaft zu gründen war es, möglichst vielen Menschen eine Beteiligung an erneuerbarer Energiegewinnung bei kirchlichen Liegenschaften anzubieten und über die Anlage auf dem Dach des Südflügels hinaus noch weitere Anlagen zur Solarstromerzeugung zu ermöglichen. Langfristig ist auch an eine Investition in andere erneuerbare Energieträger wie Wasser- und Windkraft sowie Biomasse gedacht. Ein Gründungsteam erarbeitete Zielsetzung, Satzung, Finanzplan und Kommunikationskonzept. Anliegen der Genossenschaft ist neben dem praktischen Klimaschutz – dem „Sparen und Erneuern“  – die Förderung regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung.  Ende 2009 zählte die ÖEG bereits 90 Mitglieder mit einem Gesamt- Anlagevermögen von fast 150 000€. Ein Anteil sind 100 €. Bis zu 200 Anteile können je Person gezeichnet werden. Mittlerweile (Sommer 2017) zählt die ÖEG  knapp über 300 Mitglieder mit Anteilen zum Jahresende 2016 in Höhe von 940.000 € und hat mit dem Geld ihrer Mitglieder 13 PV – Anlagen auf überwiegend kirchlichen Liegenschaften realisiert.

Die GV im Juni 2017 hat beschlossen für 2016 keine Dividende auszuschütten. Diese betrug im Jahr 2015 noch 2 %. Diese Entscheidung war notwendig geworden durch einen „Allmählichkeitsschaden“ an den Anschlussdosen der PV – Module an der Anlage in Mettingen. Wir hoffen zumindest einen Teil des in der Garantiezeit eingetretenen Schadens über ein Insolvenzverfahren einzulösen. Hinzu kam noch eine Windparkbeteiligung mit einer verzögerten Inbetriebnahme (siehe Lagebericht 2016).

Mitglieder im Vorstand der Ökumenischen Energiegenossenschaft sind derzeit(Juni 2017): Reiner Glock (Technik),  Manfred Kauffmann (Finanzen), Jobst Kraus (als Vorstandsvorsitzender), Niko Reid (Technik),  Manfred Kauffmann (Finanzen) und  Peter Wabitsch (Organisation und Finanzen).

Dem Aufsichtsrat gehören an (Stand Juni 2017): Paul Hell als dessen Vorsitzender, Gordon Detka, Roland Helber, Matthias Hiller, Uli Mach und Martin Schöfthaler. Kirchenrat i.R. Ernst-Ludwig Vatter, der wie auch Eberhard Müller, aus privaten Gründen ausgeschieden ist, hat seinen Vorsitz im Aufsichtsrat aufgegeben. Beiden gilt ein herzlichen Dankeschön für Ihr Engagement.

Karin Zomer ist seit 2015 bei der ÖEG in Teilzeit beschäftigt und unter der Telefonnummer  07164 -79216 in der Regel Dienstagmittag zu erreichen oder unter k.zomer@oeeg.de;

Die Schirmherrschaft haben seit 2009 Dr. Erhard Eppler, Prälatin Gabriele Wulz, Dr. Brigitte Dahlbender, die Landesvorsitzende des BUND übernommen. Die ÖEG möchte viele Menschen für diese Idee begeistern und mit der Unterstützung ihrer Mitglieder in vielen Gemeinden und Einrichtungen regenerativ tätig werden. In Baden-Württemberg mit seinen ca.3.400 Kirchengemeinden und 7,6 Millionen Christen in Landeskirchen, Diözesen und Freikirchen ergeben sich damit neue Möglichkeiten die Kirchen in ihrer Schöpfungsverantwortung praktisch voran zu bringen.

Ein großes Potential bisher ungenutzter Dachflächen gibt es im Bereich der diakonischen Einrichtungen, etwa bei Heimen, Tagungsstätten, Verwaltungsgebäuden und Krankenhäusern. Ziel der ÖEG ist es  in den nächsten Jahren möglichst viele zur Sonnenstrom-Erzeugung zu nutzen und so vom Reden zum praktischen Tun zu kommen – und die die so dringend zu realisierende Energiewende auch auf Seiten der Kirchen auf den Weg zu bringen. Je nach Mitgliederzuwachs und deren Investitionsbereitschaft hofft die Genossenschaft zu wachsen und Kirchengemeinden wie kirchlichen Einrichtungen eine erneuerbare Energieerzeugung zu ermöglichen.

Entsprechend freut sich die Ökumenische Energiegenossenschaft über neue Mitglieder und über jeden Hinweis, wo Potentiale regenerativer Energieerzeugung „brach“ liegen.