Am 13. November 2009 wurde in den Räumen der Evangelischen Akademie die Ökumenische Energie-Genossenschaft Baden-Württemberg gegründet. Die Gründungssitzung samt Satzungsverabschiedung und Wahlen leitete Karl-Albrecht Schmauder. Beratend anwesend war Dr. Groß vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.
Anlass war die Absicht auf dem Neubau des Gästehauses der Akademie eine Photovoltaik- Anlage zu errichten. Intention, gerade eine Genossenschaft zu gründen war es, möglichst vielen Menschen eine Beteiligung an erneuerbarer Energiegewinnung bei kirchlichen Liegenschaften anzubieten und über die Anlage auf dem Dach des Südflügels hinaus noch weitere Anlagen zur Solarstromerzeugung zu ermöglichen. Langfristig ist auch an eine Investition in andere erneuerbare Energieträger wie Wasser- und Windkraft sowie Biomasse gedacht. Ein Gründungsteam erarbeitete Zielsetzung, Satzung, Finanzplan und Kommunikationskonzept. Anliegen der Genossenschaft ist neben dem praktischen Klimaschutz – dem „Sparen und Erneuern“ - die Förderung regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung. Ende 2009 zählte die ÖEG bereits 90 Mitglieder mit einem Gesamt- Anlagevermögen von fast 150 000€.
In den Vorstand der Ökumenischen Energiegenossenschaft wurden gewählt: Paul Hell, Jobst Kraus, Peter Wabitsch und Gunter Kaden.
Dem Aufsichtsrat gehören an: Kirchenrat i.R. Ernst-Ludwig Vatter als dessen Vorsitzender, Dr.Eberhard Müller und Martin Schöfthaler.
Die Schirmherrschaft haben Dr. Erhard Eppler, Prälatin Gabriele Wulz, Dr. Brigitte Dahlbender, die Landesvorsitzende des BUND und Joachim L. Beck, Geschäftsführender Direktor der Ev. Akademie Bad Boll übernommen.Die ÖEG möchte viele Menschen für diese Idee begeistern und mit der Unterstützung ihrer Mitglieder in vielen Gemeinden und Einrichtungen regenerativ tätig werden. In Baden-Württemberg mit seinen ca.3400 Kirchengemeinden und 7,6 Millionen Christen in Landeskirchen, Diözesen und Freikirchen ergeben sich damit neue Möglichkeiten die Kirchen in ihrer Schöpfungsverantwortung praktisch voran zu bringen.
Ein großes Potential bisher ungenutzter Dachflächen gibt es im Bereich der diakonischen Einrichtungen, etwa bei Heimen, Tagungsstätten, Verwaltungsgebäuden und Krankenhäusern. Ziel der ÖEG ist es in den nächsten 2 bis 3 Jahren möglichst viele zur Sonnenstrom-Erzeugung zu nutzen und so vom Reden zum praktischen Tun zu kommen. Je nach Mitgliederzuwachs und deren Investitionsbereitschaft hofft die Genossenschaft zu wachsen und Kirchengemeinden wie kirchlichen Einrichtungen eine erneuerbare Energieerzeugung zu ermöglichen.
Entsprechend freut sich die Ökumenische Energiegenossenschaft über neue Mitglieder und über jeden Hinweis, wo Potentiale regenerativer Energieerzeugung „brach“ liegen.

