Hoffnung in schwierigen Zeiten . ÖEG Newsletter 3/2020

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

lange – seit Dezember – haben wir von uns nichts mehr hören lassen – und sind trotzdem nicht untätig gewesen, jetzt mehr oder minder im Homeoffice, vermutlich wie viele unserer Mitglieder auch. In dieser generell schwierigen Situation ergibt sich aber vielleicht auch mehr Lesezeit. Entsprechend ist unser Büro auch nur sporadisch besetzt – und manche Beantwortung von Anfragen verzögert sich etwas. Auch Bitten von Mitgliedern ihre Beteiligung aufzustocken, müssen wir im Moment noch abschlägig beantworten. Wir hätten es gerne anders, aber aus Mangel an großen Projekten benötigt die ÖEG z.Zt. kein Geld, zumal wir Geld aus dem nicht realisierten Windparkprojekt Länge auch wieder zurückholen mussten. Zu dem Projekt Länge warten wir immer noch auf eine Klärung durch das Umweltministerium.

Wir haben einige auch größere Projekte in Planung:
– eine PV – Anlage mit ca. 100 kWp auf einer Behindertenwerkstatt in Schwäbisch Hall;
– drei kleinere Projekte in Ulm;
– weitere Projekte mittlerer Größenordnung in Mannheim, Heidelberg und Kirchheim/Teck
– auf Anregung der ÖEG lässt die Tagungsstätte Löwenstein gerade ein Gesamtenergiekonzept (Gesamtenergiekosten ca. 120.000 € und 500 Tonnen CO2) erstellen – auch mit notwendiger Heizungsanlagenerneuerung und PV  auf den Dächern und an den Fassaden
– und dann gibt es noch einige mögliche größere PV – Anlagen auf Schulen – aber die kirchlichen Verwaltungen tun sich schwer.

Für kirchliche Einrichtungen haben wir auch einen neuen Flyer erstellt, der das Kooperationsangebot der ÖEG an Kirchliche Organisationen konkretisiert. (Institutionsflyer)

Durchschnittstemperatur in D. von 1881 bis 2017

Im Rahmen unserer von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsamen Klausur Anfang Februar sind wir auch der Frage nachgegangen, wo die Gründe für Untätigkeit und Trägheit liegen, wo doch eigentlich Aufbruchsstimmung angesagt wäre. Siehe dazu die beiden Klausurbeiträge von S. Edel (Beitrag S. Edel) und J. Kraus (Beitrag J. Kraus ) und ein Beitrag aus einer Veranstaltung von Pro Ökumene im Stuttgarter Hospitalhof (Beitrag J. Kraus Pro Ökumene) . Auch in der derzeitigen Corona-Krise ist bei manchen die Haltung zu beobachten „wir wissen es aber wir glauben es nicht“. So ist es vermutlich auch mit der Klimakatastrophe. Gleichzeitig macht die rasche Reaktion der Politik Hoffnung, dass es auch in Sachen Energie – und Ressourcenwende ein Klima-Schutz – Emergency- Programm geben könnte. Denn auch da besteht dringend Handlungsbedarf. Überhaupt wäre es eine Gelegenheit nach dem Abflauen der Corona-Krise nicht wieder zur üblichen Tagesordnung überzugehen und wirklich nachhaltige Produktions- und Konsummuster auf Dauer zustellen.

Hierbei hilft vielleicht ein etwas anderer Blick auf die Corona-Pandemie, der sehr grundsätzlich unsere Produktions- und Lebensweise hinterfragt. Sonia Shah wies in der Beilage der taz vom letzten Freitag (Woher kommt das Coronavirus?, Le Monde diplomatique 3/2020), daraufhin, dass das weltweite Zurückdrängen von Wildtieren durch Abholzung von Wäldern und die zunehmende Ausbreitung der Städte dazu führen, dass Viren eher die Menschen erreichen und Krankheiten auslösen können. Dies alles können wir nicht von heute auf morgen zurückdrehen, aber die Autorin hinterfragt damit unsere energie- und ressourcenintensive Produktions- und Lebensweise, unsere Art des Umgangs mit Tieren und Pflanzen weltweit. Sie lenkt den Blick auf einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung, auf unsere Verantwortung für unsere Mitwelt- für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Noch zwei Informationen:

  • die eine ist zugleich eine Bitte: Sebastian Edel geht von Juli 2020 bis Juni 2021 in Elternzeit. Für diese Zeit suchen wir eine engagierte und kompetente Vertretung (Auschreibung Elternzeitvertretung); . Es wäre uns eine große Hilfe, uns bei der Suche behilflich zu sein
  • die diesjährige ÖEG Generalversammlung wird in der 2. Hälfte Juni stattfinden, wenn sie denn stattfinden kann. Wir fragen gerade beim bwgv nach, ob die GV auch in den Herbst verschoben werden kann.

Bleiben Sie gesund – und sehen wir alle die Krise als Chance und hoffen wir auf Veränderung

Herzlichst Ihre/Eure ÖEG’ler im März 2020

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