Newsletter 23 – Weihnachten 2018

 

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

am Ende eines schwierigen Jahres, in dem wir politisch wie gesellschaftlich eher auf der Stelle getreten sind, sehen wir was notwendig ist: die Agrar- und Ernährungswende, die Verkehrswende samt Stadtumbau, die Energiewende, aber auch das Zusammenwachsen Europas, nationaler wie globaler Lastenausgleich und ein respektvolles Streiten, wie es weitergehen soll angesichts des Überschreitens planetarischer Grenzen und globaler Ungerechtigkeiten. Denn die Herausforderungen von Kriegen und Flucht, Armut und prekären Arbeitsverhältnissen, sowie der Klimawandel mit dem heißen Sommer und den sich häufenden Wetterextremen treten immer deutlicher zu Tage. Wir sehen es, und kommen doch nicht vom Reden zum Tun.
Die kürzlich zu Ende gegangene Welt-Klimakonferenz in Kattowitz war da ein kleiner Lichtblick. Zumindest gibt es jetzt ein Regelwerk, mit dem aktiver Klimaschutz auch gemessen werden kann. Jetzt heißt es ran an die Arbeit, raus aus der Kohle und – worauf wir als ÖEG auch hoffen – bessere und einfachere Rahmenbedingungen, die Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren belohnen. Vielleicht mit einer CO2 Abgabe (der Verein freut sich über jeden Unterstützer*in: https://co2abgabe.de/;) Darauf hoffen wir als Energiegenossenschaft, um in Zukunft etwas leichter vorhandene Effizienz – und Ausbaupotentiale erschließen zu können.

Was haben wir 2019 vor:
• Nachdem wir im Dezember eine weitere 9,99 kWp PV – Anlage auf einem Kindergarten in Mannheim in Betrieb genommen haben (SUN 16 Am Brunnengarten), kommen im Frühjahr 2019 drei weitere Kindergärten in Mannheim dazu, und eventuell noch ein Mehrfamilienhaus
• Wir bemühen uns derzeit um eine Anlage in Freiburg (Gemeindehaus), um ein Krankenhausdach in Ulm, um eine größere PV – Anlage auf einem größeren Gebäude der Samariterstiftung.
• Im Frühjahr 2019 wird voraussichtlich auf einem Gemeindehaus in Eschenau/Obersulm eine PV- Anlage installiert und mit einer Tagungsstätte in der Heilbronner Gegend sind wir im Gespräch über ein Heizungs- und PV-Contracting.
• Leider verzögert sich weiter der Bau des Windanlagenprojektes „Länge“ an dem die ÖEG beteiligt ist. Hier klagt eine Initiative mit dem Hinweis auf angebliche artenschutzrechtliche Mängel gegen das Regierungspräsidium. Ein Eilantrag ist nicht entschieden, weil die Klägerin mehrfach Fristverlängerungen beantragt hat. Es entsteht der Eindruck, dass es Strategie ist, das Projekt solange hinauszuzögern, bis es unwirtschaftlich wird. Auch hier hoffen wir auf eine Wende zum Guten.
• 2019 möchten wir unseren Mitgliedern nach Terminvereinbarung einen kostengünstigen Energiecheck anbieten. Interessenten bitte melden.
• Und: Wir werden 2019 in Dortmund als ÖEG auf dem Kirchentag vertreten sein – mit einem Stand und mit einem Workshop. Wer Interesse hat oder sowieso nach Dortmund fahren möchte, kann sich gerne über uns mit anmelden – und bekommt dann gegen Standdienst freien Eintritt.

Dankbar sind wir Ihnen und Euch für das entgegengebrachte Vertrauen. Die „Bescherung“ in Form einer bescheidenen Dividende gabs ja schon. In diesem Zusammenhang eine dringende Bitte, uns den Wechsel der Bank (und auch der Adresse) mitzuteilen, da Rückläufer sehr viel Mühe machen. Dankbar sind wir auch mit Sebastian Braun eine sehr kompetente Unterstützung speziell im technischen Bereich gefunden zu haben.

Zurück zum Dortmunder Kirchentag, der unter nachstehender Losung steht:

Was für ein Vertrauen, auch darauf, dass Veränderung uns auch entgegenkommt, Menschen mitmachen, denen wir es anfangs nicht zugetraut haben, sich immer wieder neue Möglichkeiten ergeben. Advent und Weihnachten stehen dafür.
Das wünschen wir Ihnen und auch der ÖEG für 2019. In diesem Sinne ein gesegnetes Weihnachtsfest und Shalom für 2019.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Dezember 2018

P.S. Und hier noch ein Buchtipp: Nelles/Serrer, Kleine Gase- große Wirkung: der Klimawandel, 2018. Ein anschauliches verständliches Klimawandel-Erklärbuch von 2 jungen Studenten. Kostet 5 €.

Und als Reprint des Newsletters 18 von vor 2 Jahren zur Weihnachtsbeleuchtung: 500 Millionen Kilowattstunden verbraucht in D. die Weihnachtsbeleuchtung. Erstaunlich ist, dass den Löwenanteil davon nicht die öffentliche Beleuchtung schluckt, sondern private Lichterketten, Weihnachtssterne und Christbaumkerzen (sofern sie elektrisch sind). Ein Tipp: Wer statt traditioneller Glühbirnchen LED-Lichter verwendet, verbraucht 80 Prozent weniger Strom für die Festtagsbeleuchtung. Man könnte mit dem Strom für die Weihnachtsbeleuchtung etwa 140.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Und: Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2019 findet am 17. Mai 2019 statt, an einem Freitag um 18 Uhr!

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