Newsletter 7 Weihnachtsbrief Dezember 2011

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Ökumenischen Energiegenossenschaft Baden- Württemberg

während in Durban/Südafrika im Schatten der Euro-Krise um die Zukunft des Weltklimas verhandelt wird geht das Jahr 2011 in der Mischung aus vorweihnachtlicher Hektik und Sehnsucht nach Auszeit und Erholung zu Ende.

Die ÖEG blickt auf ein Jahr mit Licht und Schatten zurück: Erfreulich war die Mitgliederentwicklung(214 Mitglieder Dezember 2011) wie auch der Ausbau unseres Genossenschaftsvermögens (356.000 €). Zu dieser sehr erfreulichen Entwicklung hat auch die Kooperation mit der Evangelisch – Methodistischen Kirche beigetragen, was dieser die Gründung einer eigenen Genossenschaft ersparte und der ÖEG die ökumenische Ausrichtung stärkte. So wird es demnächst in Stuttgart ein Verbindungsbüro der EMK zur ÖEG geben. Es bleibt aber eine Genossenschaft: die ÖEG.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Realisierung von PV- Anlagen. Es gibt derzeit eine Vielzahl von Schubladenkonzepten, von Anfragen von Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen, die auf halben Weg stecken geblieben sind. Es sind die Mühen der Ebene, die eine schnelle Umsetzung verhindern. Dabei hätten wir doch gerne einmal eine „große und einfach zu realisierende Anlage“. Entweder „spielt“ bei einem Neubau der Generalunternehmer nicht mit, möchte die Kirchengemeinde doch noch mal abwarten, speist parallel ein Blockheizkraftwerk Strom ins interne Netz und ist der Weg zur nächsten Einspeisestelle zu weit – oder sind die Installationsunternehmen  – und auch wir selbst – voll ausgelastet. Gleichzeitig blicken wir auf ein sehr sonniges Jahr zurück, was sich in den Erträgen niederschlägt. So hat die Solarstromanlage auf dem Dach des Südflügels der Akademie (ÖEG SUN 1) 1.240 kWh je kWpeak an Strom vom Himmel geerntet (durchschnittlich sind dies 980 – 1000 kWh.). Subjektiv haben viele den Sommer gar nicht so schön erlebt, aber die Mischung aus Sonne, Wind und etwas Kälte an manchen Tagen hat zu diesem guten Ergebnis geführt.

Was wird sich „Anlagen mäßig“ im Jahr 2012 tun? Wir werden – hoffentlich  – im Frühjahr drei Kirchendächer „besetzen“: in Esslingen-Mettingen, in Holzgerlingen sowie in Karlsruhe das Dach der Erlöserkirche. Parallel bemühen wir uns um zwei bis drei Dächer einer diakonischen Einrichtung. Insgesamt könnte dies einen Ausbau um ca. 200 kWpeak bedeuten, verbunden mit einem Investitionsvolumen von 500.000 €, was wir nur dann „stemmen“ können, wenn Sie uns helfen neue Mitglieder zu gewinnen.

Fragen werden Sie sich auch, wie sich Investitionskosten zur sinkenden Einspeisevergütung verhalten. Soweit wir informiert sind, werden die Anlagenpreise parallel zur Degression der Einspeisevergütung ebenfalls abnehmen. Auch in Richtung Windenergie- und Wasserkraftnutzung halten wir Ausschau. Konkretes gibt es hierzu noch nicht. Klar aber ist, dass die erneuerbaren Energieträger dezentral und verbrauchsnah weiter ausgebaut werden müssen – und dass private Haushalte (also WIR) unser Effizienz- und Einsparpotentiale noch stärker als bisher erschließen. Klimaschutz und Energiewende müssen an Fahrt zu nehmen. Jede/r kann dazu beitragen, in eine klimaschützende Realwirtschaft zu investieren: Wie wäre es mit einer stromsparenden „LED Lampe“ oder einer abschaltbaren Steckdose unter dem Weihnachtsbaum oder einer Aufstockung des eigenen ÖEG Beitrags. Zum Werben im Freundeskreis schicken wir gerne Flyer und Beitrittserklärungen zu.

Im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat wünschen wir Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein rundum gutes Neues Jahr

Ihre ÖEG im Dezember 2011

und Ihr Jobst Kraus

 P.S. Die ÖEG freut sich über jede Anregung und Rückmeldung, weiter natürlich über neue Mitglieder und Anteile – und auch Hinweise auf Dächer oder im Kirchenbesitz befindliche Standorte für Windanlagen. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft oder bei Rückfragen, bitte ein Email an: info@oekumenische-energiegenossenschaft.de;

 

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