EEG-Reform gefährdet Bürgerbeteiligung bei Energiewende

Sehr geehrte Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Bundesländer,

als Vorstandssprecher der Ökumenischen Energiegenossenschaft Baden-Württemberg mit Sitz in Bad Boll und derzeit 270 Mitgliedern, darunter auch diakonische Einrichtungen und Kirchengemeinden bitten wir Sie auf die Pläne der Bundesregierung zur Reform des EEG in der Form Einfluss zu nehmen, dass auch weiterhin wir als Energiegenossenschaft, die  sich besonders die energetische Erneuerung der Kirchen zum Ziel gesetzt hat, tätig bleiben können. Wir haben derzeit 8 Anlagen auf kirchlichen Dächern in Betrieb, arbeiten in Aufsichtsrat und Vorstand ehrenamtlich, kümmern uns um eine ökologisch und sozialverträgliche sowie eigenkapitalintensive Anlageninvestition und tragen so zu dezentraler regenerativer Energieerzeugung und damit auch zur lokal- regionalen Wertschöpfung bei. Was derzeit in Sachen EEG Novellierung geplant ist, droht Bürgerenergiegenossenschaften vom Markt auszuschließen.Wir erleben es derzeit bei der Planung einer Anlage auf einem Gebäude in der Stuttgarter Innenstadt hautnah, dass  es keine verlässlichen Rahmenbedingungen gibt, obwohl der von uns erzeugte Strom zu 100 % in dem kirchlichen Verwaltungsgebäude verbraucht wird. Die derzeitigen Rahmenbedingungen machen eine Investition so gut wie unwirtschaftlich und hierbei ist auch das Risiko eines möglicherweise fallenden Bestandsschutzes noch zu berücksichtigen. An Ausschreibungen können wir uns dann sowieso nicht beteiligen.

Die derzeitige Politik (verpflichtende Direktvermarktung u.a.) fördert die großen Akteure und verunmöglicht das Engagement der Bürgergenossenschaften, die  neben ihrem Investment auch für Energieeffizienz und eine nachhaltige Energiekultur eintreten. Nicht die Erneuerbaren  sondern die fossil und atomare Energieerzeugung muss sich in den Markt integrieren und Schritt für Schritt flexibler werden. Die Bürgerbeteiligung am Ausbau der Erneuerbaren – speziell auch in Baden-Württemberg mit seinem Klimaschutzgesetz und den Maßnahmen des IEKK – sollte auch in Zukunft möglich sein, zumal sich Genossenschaften auch Projekten zuwenden, die nicht die große Rendite versprechen. Bitte setzen Sie sich für faire Rahmenbedingungen ein, die auch Energiegenossenschaften noch ein Aktionsfeld belassen..

Mit freundlichem Gruß

Jobst Kraus

(Wer diesen Aufruf des Bündnisses Bürgerenergie und von Greenpeace Energy und auch der EWS  mit seiner eigenen Unterschrift bekräftigen möchte, kann dies über diesen Link tun: http://www.energiegenossenschaften-gruenden.de/fileadmin/user_upload/Newsletter-Anhaenge/B%C3%BCrgerenergie_Offener_Brief_an_die_Ministerpr%C3%A4sidenten_Aufruf_5.3.2014.pdf)




In Sachen „Bewahrung der Schöpfung“ : Donzdorf gegen die Landeskirche

Vor dem kirchlichen Verwaltungsgericht in Stuttgart treffen sich am Freitagnachmittag, den 24.2. die evangelische Kirchengemeinde Donzdorf (Kreis Göppingen) und die Landeskirche Württemberg. Die Kirchengemeinde will Solaranlagen unterstützen, die Landeskirche hatte das nicht genehmigt.

Der evangelischen Kirchengemeinde Donzdorf geht es um nichts weniger als die „Bewahrung der Schöpfung“. Weil dazu auch der Schutz von Umwelt und Klima gehört, hat sie das Pfarrhaus gedämmt, die Heizung erneuert und auf Ökostrom umgestellt. Als ökologisches i-Tüpfelchen wollte sie zunächst eine Solaranlage auf das Dach des Gemeindezentrums bauen. Doch der Kirchturm hätte das Dach verschattet und auch finanziell wäre die Anlage zu teuer gewesen. Deshalb wollte sich die Kirchengemeinde zumindest mit einem kleinen Betrag an der Ökumenischen Energiegenossenschaft beteiligen, erklärt Erich Distel, der Vorsitzende des Kirchengemeinderats.

Solaranlagen auf Kirchgebäuden

Die Ökumenische Energiegenossenschaft baut Solaranlagen auf kirchliche Liegenschaften, also zum Beispiel auf Pfarrhäuser, Waldheime oder Diakonieeinrichtungen. Privatpersonen und Institutionen können sich mit mindestens 100 Euro beteiligen. Höchsteinlage pro Mitglied ist 10.000 Euro. Die Kirchengemeinde in Donzdorf wollte sich mit 2.000 Euro beteiligen.

Oberkirchenrat lehnt Beteiligung ab

Doch der Oberkirchenrat, die Verwaltung der evangelischen Landeskirche Württemberg, hat die beantragte Genehmigung abgelehnt. Eine Beteiligung an einer Genossenschaft sei ein privatwirtschaftliches Risiko, hier setze die kirchliche Haushaltsordnung enge Grenzen. Oliver Hoesch, Sprecher der Landeskirche, verweist auf Kirchengemeinden, die ihr Geld durch riskante Geldanlagen verloren hätten. Er spricht von einer Fürsorgepflicht, die die Landeskirche gegenüber den Gemeinden wahrnehme. Da die Kirchengemeinde aber weiter Geld bei der Energiegenossenschaft anlegen will, hat sie Klage beim kirchlichen Verwaltungsgericht eingereicht.

Kirchliches Verwaltungsgericht
Das kirchliche Verwaltungsgericht gibt es seit 2001. Rund zehn Fälle werden pro Jahr behandelt, heißt es bei der Landeskirche. Meist geht es um dienstrechtliche Angelegenheiten. Die Gerichtsverhandlung im Fall der Gemeinde Donzdorf ist öffentlich. Sie findet im Gemeindesaal der Christuskirche auf der Stuttgarter Gänsheide statt. Beginn: Freitag, den 14.02.14 um 15 Uhr.

Quelle: SWR Landesschau aktuell

Beitrag zum Anhören: http://www.swr.de/swr4/bw/nachrichten/stuttgart/donzdorf-kirchliches-verwaltungsgericht-energiegenossenschaft/-/id=258338/did=12867918/nid=258338/10sb5v/index.html;

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues, aber auch sonniges Jahr 2014. Ein kurzer Rückblick – und neue Perspektiven trotz (noch) schwieriger energiepolitischer Rahmenbedingungen.

Liebe Mitglieder der ÖEG, liebe Freundinnen und Freunde der ÖEG,

wer in den letzten Tagen auf die Internetseite  der ÖEG und die dortige Meldung vom August geblickt hat, wird denken, dass Vorstand und Aufsichtsrat der ÖEG schon frühzeitig in den Winterschlaf gefallen sind. Auch wenn wir im letzten Jahr in keine neuen Anlagen investieren konnten, hatten wir eine Menge zu tun, die Mitgliederdaten, dann auch noch mit zusätzlich abgefragter Steuernummer in die neu gekaufte Software einzupflegen. Nach unvermeidlichen Anfangsschwierigkeiten sind wir jetzt damit sehr zufrieden und konnten – wie auf der GV beschlossen – Tag genau – die Dividende ausbezahlen. Derzeit werden noch die Bescheinigungen per Post verschickt.

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Was uns sehr freut, dass endlich der Vertrag mit der Stuttgarter Gesamtkirchengemeinde steht und dann im neuen Jahr, wenn es das Wetter zulässt auf dem Dach des Neubaus des Hospitalhofs eine 36 kWp PV – Anlage  installiert werden kann. Vertraglich betreten wir mit diesem Projekt absolutes Neuland, da sich eine Volleinspeisung nach EEG nicht mehr lohnt, haben wir nun einen Weg gefunden, dass wir die von uns finanzierte und zu wartende Anlage dem Hospitalhof in Form einer monatlichen Miete zur Stromnutzung überlassen. Dies rechnet sich für beide Seiten. Dies war der Grund, dass das Projekt sich solange hinausgezögert hat. Eine weitere Investition steht demnächst an. Die Stadtwerke Tübingen wollen 15 % einer großen PV Freiflächenanlage auf einem Konversionsgelände in der Nähe von Engstingen (Inbetriebnahme 11/2010) an Energiegenossenschaften in Form einer Beteiligung verkaufen. Der Vorstand hat nach reiflicher Prüfung und in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen, sich – wenn möglich – mit 2,2 % daran zu beteiligen. Dies wäre ein „Zuwachs“ an 54,6 kWp, eine Stromproduktion von 57.000 kWh/a und eine jährliche Ersparnis von 40 Tonnen CO2. Das Projekt hat zwar den Schönheitsfehler, dass es kein Neubau einer Anlage ist, aber eine gute Ergänzung unseres Portfolios auch angesichts schwieriger Zeiten für Investitionen speziell im Bereich regionaler Windenergie, was wir als ÖEG weiterhin verfolgen. Da beide Projekte ein Finanzvolumen von etwa 210.000 € bedeuten, freuen wir uns über jegliche Form von finanzieller Unterstützung von Mitgliedern in Form von Aufstockungen und natürlich über jedes neue Mitglied. Also: Wir brauchen Ihren/Euren Rückenwind…. Vielleicht sind die Weihnachtstage geeignet, mal darüber nachzudenken.

Ansonsten hat uns die Umstellung der größeren Anlagen auf Funkrundsteuerempfänger (damit der Netzbetreiber bei Überlastung die Anlage herunterfahren oder abstellen kann (bekommen wir dann trotzdem vergütet) und auch der Pächterwechsel im Waldheim Esslingen beschäftigt, wo der Solarlog wieder zum Laufen gebracht werden muss.
Wir hoffen, dass der neue Staatssekretär Rainer Baake bei der Novellierung des EEG auch weiterhin Möglichkeiten für Genossenschaften eröffnet. Sein Engagement bei http://www.agora-energiewende.de/ueber-uns/agora-energiewende/ macht zuversichtlich.

Mit dieser Zuversicht, wünschen wir – Aufsichtsrat und Vorstand der ÖEG – allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und ein rundum nachhaltiges erneuertes Jahr 2014.
Ihre ÖEG

Ein – bis jetzt – nur leicht verhagelter Sommer

Liebe ÖEG – Genossinen und Genossen,

während am Sonntagnachmittag (28.7.) das Unwetter mit seinen Hühnerei großen Hagelkörner bei einigen Mitgliedern private PV- und Solarthermieanlagen (und auch Hauswände, Fenster und Rolläden) ziemlich beschädigt hat, ist die ÖEG ist mit ihren Anlagen noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Nur 11 der 57 Module auf dem Mühlviertel-Stift wurden in Mitleidenschaft gezogen:

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Die Anlage auf dem Südflügel der Akademie hat trotz größerer Schäden in der Umgebung bis auf 2 Plastikabdeckungen das Unwetter gut überstanden. Die  Beobachtung zeigt, dass besonders rahmenlose Module für die Hagelkörner anfällig waren. Inzwischen ist der Schaden in Tübingen behoben, die defekten Module sind ausgetauscht, die Kabelabdeckungen sind repariert. Die Versicherung hat den Schaden akzeptiert.

Ansonsten bemühen wir uns gerade mit der Ev. Gesamtkirchengemeinde Stuttgart um das Projekt auf dem Dach des Hospitalhofs und hoffen dieses dann im frühen Herbst realisieren zu können. Und dann sind wir gespannt, ob die Ergebnisse der Bundestagswahl die Energiewende  aus ihrem Dämmerzustand führen und generell eine mehr Zukunft orientierte  Politik ermöglichen. Siehe hierzu auch den gelungenen Aufruf einer Partei unabhängigen Initiative unter: www.GenerationenManifest.de; Allen Mitgliedern ein herzliches Dankeschön für die Zusendung der Rückmeldebögen – und wer es noch nicht erledigt hat, bitte dies bis zum Ende der Ferien nachholen.

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen, erholsamen und vor allem nicht verhagelten Sommer

Ihe ÖEG

 

 

 

 

„Energiewende – machen wir“

    
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mit diesem Slogan verwies Umweltminister Franz Untersteller, Gastredner auf der Generalversammlung der ÖEG, nicht nur auf die gleichnamige Informationskampagne der Landesregierung hin(www.50-80-90.de;), sondern betonte damit auch, dass die Energiewende nur als gesamtgesellschaftliches Projekt funktionieren kann. In diesem Zusammenhang verwies der Minister auch auf die Ökumenische Energiegenossenschaft als ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie sich die Bürgerinnen und Bürger des Landes Baden-Württemberg für die Energiewende und den Klimaschutz engagieren. „Die ÖEG leistet wertvolle Pionierarbeit für eine demokratische Energiewende. Nicht nur innerhalb der Kirchen, sondern auch darüber hinaus. Bürgerenergieanlagen schaffen Akzeptanz vor Ort, mobilisieren privates Kapital für die Energiewende und tragen damit zu einer ökologischen und sozial verwurzelten Energieerzeugung bei, die gleichzeitig die lokale Wertschöpfung steigert und die Folgekosten des Klimawandels reduziert.“

„Die Energiewende – machen wir“ könnte aber auch  noch stärker Motto der Kirchen werden, wie in der Diskussion mit Prälatin Wulz und dem Superintendenten der Evangelisch –  Methodistischen Kirche Johannes Knödler deutlich wurde.

Auch die ÖEG möchte – so der Vorstandssprecher Jobst Kraus – nicht nur weiter in neue PV Anlagen investieren, sondern sich auch am Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg beteiligen. Vermutlich 2014 stehen Anlageprojekte auf dem oberen Schurwald oder im Welzheimer Wald zur Beteiligung an. Der Vorstand will auch den auf der GV geäußertern Vorschlag,  sich im Bereich Energie-Effizienz mit einem Heizungspumpen-Contracting für Kirchengemeinden zu engagieren, näher prüfen.

Von der GV ist unter anderem zu berichten: Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags des letzten Jahres ergibt sich für das Jahr 2012 ein Bilanzgewinn von € 23.348,52. Dieser hätte noch positiver ausfallen können, wenn ein Teil der neuerrichteten Anlagen im Jahr 2012 früher ans Netz hätten gehen können. Neben einer Satzungsänderung zur Dividendenberechnung beschloss die GV, dass aus dem Bilanzgewinn 2012 (Gewinnvortrag aus dem Jahr 2011 und Jahresüberschuss 2012) eine Ausschüttung von 2 %  auf die im Jahr 2011 und 2012 jeweils bestehenden Geschäftsguthaben vorgenommen wird. Siehe auch Lagebericht: Lagebericht der Genossenschaft

Allen Mitgliedern und Freunden der ÖEG wünschen Vorstand und Aufsichtsrat einen schönen Sommer – mit wenig Energieverbrauch und viel Erholung

 

Umweltminister Untersteller spricht auf ÖEG Generalversammlung

Zum Auftakt der  vierten Generalversammlung der ÖEG spricht Franz Untersteller MdL, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden – Württemberg zum Thema „Die Energiewende voranbringen – effizient, verbrauchsnah und kostensparend. Der notwendige Beitrag der Kirchen und ihrer Mitglieder zu einem ambitionierten Klimaschutz“

Min-Bild für Internet 72dpi Quelle Umweltministerium

Anschließend steht Franz Untersteller für das Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen, u.a. Prälatin Gabriele Wulz und Superintendent Johannes Knöller  und den Teilnehmenden zur Verfügung.

Entsprechend ergeht eine herzliche Einladung an alle Interessierte – auch an diejenigen, die nicht Mitglieder der ÖEG sind – für den 8. Juni 2013, um 13:15 in den Festsaal der Evangelischen Akademie Bad Boll.

Nähere Informationen finden sich unter  Einladung GV 2013_130514

 

 

 

 

 

3 mal Thema Energiewende

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

wie Sie wissen, steht  die so notwendige Energiewende schwer unter Beschuss. Für hohe Strompreise wird das EEG und die Erneuerbaren verantwortlich gemacht. Dabei führt ein konsequenter weiterer EE-Zubau unter Berücksichtigung notwendiger Klimaschutzmassnahmen und der Vermeidung hoher Kosten für importierte fossile Energie  in Kombination mit einem effektiven Strommarktdesign  zu einem gesamtwirtschaftlichen Nutzen von rund 460 Mrd. € im Jahr 2050. Dies und noch mehr detaillierte Informationen sind in einem Artikel von Joachim Nitsch  nachzulesen.

Die Energiewende und der notwendige Beitrag der Kirchen wird Thema der ÖEG Genossenschaftsversammlung am 8. Juni sein, wenn  Franz Untersteller MdL, Minister für Umwelt, Klima und Energieweitschaft des Landes zu dem Thema „Die Energiewende voran bringen – effizient, verbrauchsnah und kostensparend“ spricht.

Und:   Am 16.-17. Mai 2013 veranstaltet die Ev. Akademie Bad Boll eine Tagung  zum Thema „Energiewende in den Entwicklungsländern.“  Als Referenten sprechen u.a. der Generalsekretär des Club of Rome, Ian Johnson, der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, Silvia Kreibiehl vom UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance etc.

Allen Mitgliedern geht demnächst die Einladung zur Generalversammlung  noch schriftlich zu. Den Termin bitte schon eintragen – und andere Interessierte zum öffentlichen Teil mitbringen.
Sonnige Tage
Ihre ÖEG

Bilanz zu Ostern – ein Warten auf Veränderung

Liebe Mitglieder der ÖEG, liebe Freundinnen und Freunde der ÖEG,

wie so viele zu unerwartet kalten Ostertagen, wartet die ÖEG auch auf Veränderungen:

  • dass die Kraft der Sonne zunimmt und unsere Anlagen Solarstrom erzeugen. Im Vergleich zu 2012 haben unsere Anlagen bis zum 29. März etwa nur die Hälfte produziert;
  • dass wir mit unserem Interesse im Bereich kirchlicher Liegenschaften( im Bereich oberer Schurwald undim Bereich Schwäbisch-Hall) in die Erstellung von Windanlagen zu finanzieren, Gehör finden;
  • dass sich in Sachen Energiewende politisch etwas tut, die dezentrale und verbrauchsnahe  erneuerbare Stromproduktion weiter forciert wird und Einspeisebedingungen klar verständlich und langfristig verlässlich werden. Bene Müller von Solarcomplex hat dankenswerter Weise eine Initiative gestartet „Energiewende sichern„. Wir als ÖEG haben die Initiative unterstützt und bitten gleiches als Einzelperson zu tun. Die Stromkostenfrage ist aufgebauscht, um die Energiewende und das – zugegebenermaßen reformbedürftige  – EEG zu kippen. In der Zuordnung der Kosten des EEG wie auch in dessen Vergütung braucht es mehr Gerechtigkeit – und auch gegenüber einkommensschwachen Haushalten.
  • der Verband der Energiegeossenschaften hat eine Resolution verabsschiedet in der es heißt: Betriebe, die ihre Dächer bzw. Flächen für den Betrieb von PV-Anlagen an Bürger-Genossenschaften vermieten bzw. verpachten, sollen zukünftig den dort erzeugten Strom im Eigenverbrauch ohne EEGUmlage/Stromsteuer beziehen können. Der Strom ist vermehrt dort zu erzeugen, wo er verbraucht wird. Eine solche Regelung trägt dazu bei, dass Investitionen im Übertragungsnetz reduziert und der dezentrale
    Verbrauch am Ort der Energieerzeugung gefördert wird (siehe: 2013-03-18_Gemeinsames Positionspapier der Verbände)

Die ÖEG hat ihren Flyer aktualisiert. Wir würden uns freuen, wenn Sie in ihrem Bekanntenkreis damit Werbung machen. Gerne schicken wir Ihnen eine gewünschte Anzahl Flyer zu.

Und zum Schluss noch der Hinweis auf eine Tagung in Tübingen, die wir zusammen mit anderen Genossenschaften und den ortsansässigen Stadtwerken am 20.April 2013 veranstalten.

In der Hoffung, dass Veränderungen – nicht nur im Strombereich – auf uns zu kommen, für die wir uns alle engagieren grüßen wir Sie herzlich zu Ostern

Ihre ÖEG

 

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: erfreulicher Rückblick – neue Perspektiven und die Hoffnung auf eine nachhaltige Zukunft

Liebe Mitglieder der ÖEG, liebe Freundinnen und Freunde der ÖEG,

nun gibt es uns als ÖEG drei Jahre. Dankbar blicken wir zurück, was aus den damaligen ersten Schritten im November 2009 geworden ist. Mittlerweise zählen wir etwas mehr als 250 Mitglieder mit 480.000 € Anlagekapital, was uns den Betrieb von jetzt 8 Photovoltaik-Anlagen im Wert von etwas über einer halben Million Euro netto ermöglicht hat. Damit erzeugt die Sonne für die ÖEG im Jahr etwa 200.000 kWh und erspart der Atmosphäre damit etwa 120 Tonnen Kohlendioxid. Angesichts des jährlichen Stromverbrauchs der Kirchen in Baden-Württemberg von 500 Millionen kWh ist dies mit 0,04 % immer noch verschwindend wenig. Dabei haben wir bewusst auch das Engagement von Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen unterstützt und auch kleinere Anlagen, wie in Geislingen (5,7 kWp), Holzgerlingen (17 kWp) und Waiblingen (9,95 kWp) realisiert, die  – auch vom Aufwand her, vergleichsweise teurer sind, aber den Vorteil mit sich bringen, dass Strom verbrauchsnah produziert wird und auch bei voller Einspeisung ins Netz immer gleich im Haus oder in der Nachbarschaft verbraucht wird. Wir können für das Jahr 2012 einen Bruttoertrag von 50.000 € verzeichnen, obwohl einige Anlagen aufgrund des Booms erst verspätet einspeisen konnten. Die Erträge kommen voll den Investitionen und der Rendite unserer Genossenschaftsmitglieder zugute. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten immer noch zu 100 % ehrenamtlich….weiterlesen unter:

Weihnachtsbrief 2012 Newsletter 9

Wir brauchen  Ihren Rückenwind….

Vielleicht sind die Weihnachtstage geeignet, mal den eigenen Haushalt auf Einsparmöglichkeiten zu durchforsten. Hierzu haben wir Ihnen – als ein  „nachhaltiges Weihnachtsgeschenk“ die Schönauer Strom und Energiespartipps beigelegt, die die EWS uns dankenswerter Weise kostenlos zum Versand zur Verfügung gestellt hat. …. denken Sie bitte daran zu wechseln…….. zu dem notwendigen kulturellen Wandel beitragen, zu dem qualitativen Sprung – das ist ja die Verheißung von Weihnachten – den es braucht um allen Menschen in Zukunft ein gutes Leben zu ermöglichen. In diesem Sinne wünscht Ihnen ihre ÖEG – Aufsichtsrat und Vorstand –  im ausgehenden Jahr der Genossenschaften – denen ihre Zukunft erst noch bevorsteht  – ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und ein rundum nachhaltiges Jahr 2013.
Ihre ÖEG

 

 

 

Gute Erträge – schwierige Rahmenbedingungen – neue Perspektiven

Es gibt einiges Erfreuliche zu berichten. Nachdem wie berichtet im März die Karlsruher Anlage auf dem Dach der Evangelisch- Methodistischen Erlöserkirche Solarstrom vom Himmel holte, konnten im gleichen Monat noch zwei weitere Anlagen in Holzgerlingen (Johanneskirche) und Esslingen-Mettingen(Gemeindhaus in der Rosenstraße) ans Netz gehen. In Kooperation mit der Samariterstiftung, die selbst Mitglied in der ÖEG ist, konnte eine aufgeständerte PV – Anlage auf einem Pflegeheim im Tübinger Mühlviertel realisiert werden (http://www.samariterstiftung.de/samariterstiftung/grundsaetze/nachhaltiges-handeln/solardach/;), deren Solarstrom zu 99,9 % immmer gleich an Ort und Stelle verbraucht wird.  Da sich erzeugter Strom   immer den schnellsten Weg zum Verbrauch sucht und im Mühlviertelstift immer etwa 20 kwh im Minimum an Last vorhanden sind, wäre für unseren Strom kein zusätzlicher Netzausbau notwendig.

Im Oktober kam dann noch eine weitere kleinere PV – Anlage  auf dem Dach des Gemeindehauses der  Ev. – Methodistischen Christuskirche in Waiblingen dazu. Während die Jahreserträge unserer schon älteren ÖEG Anlagen auch 2012 überdurchschnittlich werden (wie z.B. die Anlage auf dem Südflügel der Ev. Akademie  mit 1155 kWh/kWp), haben sich mittlerweile die Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Solarstrom verschlechtert, da es für uns als Mieter von Dächern schwierig ist, die politisch beabsichtigte und eigentlich sinnvolle Eigenutzung zu praktizieren. Wir überlegen derzeit neue Geschäftsmodelle da ab 2014 nur noch 90 % des erzeugten  Stroms zu EEG – Konditionen abgenommen werden und ein Weiterverkauf von Solarstrom an den Gebäudeeigentümer zwar möglich, aber mit hohen Abgaben verbunden ist.

Angesichts der zwar weiterhin sehr notwendigen aber gleichzeitig schwieriger gewordenen Solarstromerzeugung, wächst unser Interesse, uns an (kirchlichen) Windprojekten zu beteiligen. Sobald sich hier etwas tut, werden wir um neue Mitglieder und mehr Anteile zu werben, um diese neuen Projekte dann stemmen zu können. Wir brauchen sozusagen Ihren Rückenwind.

Erfreulich war auch, dass unsere erstmalige externe Prüfung durch den Genossenschaftsverband erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Wichtig ist es – trotz gegenläufiger Interessen – die Energiewende konsequent weiter zu verfolgen und das EEG zu erhalten. Die vielfach veröffentlichten Halb – und Unwahrheiten zu den Hintergründen der Strompreiserhöhung zum Januar 2013 haben zu großen Irritationen und falschen Schuldzuweisungen  in der Öffentlichkeit geführt. Eigentlich könnte der Strom sogar billiger werden, wenn nicht einseitig den Haushaltskunden Kosten des Netzausbaus und Entlastungen für die Industrie aufgebürdet würden. Nähere Informationen zu den Hintergründen der steigenden Strompreise in einer Pressemeldung der EWS Schönau: http://www.ews-schoenau.de/fileadmin/content/documents/Mitwissen/Pressemitteilungen/121015_Pressemiteilung_Anhang.pdf;

Die weiter zu beschleunigende Energiewende besteht aber nicht nur aus dem Zubau von Anlagen erneuerbarer Energiezeugung sondern vor allem aus einem mehr an Energieeffizienz und einer ressurcenleichten Energiekultur. Mehr dazu im Weihnachtsbrief der ÖEG.

Eine gesegnete Adventszeit wünschen Vorstand und Aufsichtsrat der ÖEG

 

 

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