Von der Kohle zur Sonne – oder warum ein*e Bürger*in aus dem Kohlenpott Mitglied in einer Energiegenossenschaft wurde.

Ich erinnere mich noch gut: Als ab 2013 die Finanzagentur der Bundesrepublik die Einstellung des Privatkundengeschäftes mit Bundesschatzbriefen, eine bis dahin sichere und bequeme Geldanlage, aus Kostengründen ankündigte, fragte ich mich: Was tun? Ich fragte zwei meiner Bekannten, von denen ich annahm, dass sie im Anlage- und Aktienbereich versiert waren, nach Anlagemöglichkeiten für mein Geld. Sie empfahlen mir Aktien bei EON und RWE zu erwerben, was ich dann auch tat. Nach einem Jahr musste ich feststellen, dass die Aktienkurse von EON und RWE beständig nach unten gingen. Von meinen Bekannten erhielt ich den Rat „Du musst durchhalten, es wird ja eine gute Dividende ausgeschüttet“. Ich erinnere mich, dass mein Einwand damals war, dass das eingesetzte Kapital weiter an Wert abnimmt. Die Bekannten versicherten mir „Du musst das aussitzen, das wird besser“. Aber es wurde nicht besser. Bis heute nicht. Ich habe mich dann entschieden alle Aktien zu verkaufen, denn ich war verärgert und dachte, dann kann ich mein Geld auch ehrlichen Leuten anvertrauen, z. B. einer Genossenschaft.

Ich habe mich dann auf die Suche gemacht und im Internet „Energiegenossenschaft“ eingegeben. So bin ich auf die Ökumenische Energiegenossenschaft in Bad Boll gestoßen. Bad Boll kannte ich aus privaten Kuraufenthalten. Bad Boll liegt in einer wunderschönen Gegend. Die Vorstellung eine Beteiligung an einem Modul auf dem Südflügel der Evangelischen Akademie zu haben, gefiel mir wirklich gut. Gedacht, getan. Das Ergebnis war: So wurde ich Genossin. Und ab und an gibt es auch 2 Prozent Dividende, besser als manche Spareinlage und ich tue etwas für die Umwelt.

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