{"id":586,"date":"2024-03-08T16:19:20","date_gmt":"2024-03-08T16:19:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/?p=586"},"modified":"2024-03-08T16:19:21","modified_gmt":"2024-03-08T16:19:21","slug":"auf-einem-guten-weg-und-weiter-auf-der-suche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/neuigkeiten\/auf-einem-guten-weg-und-weiter-auf-der-suche\/","title":{"rendered":"Auf einem guten Weg und weiter auf der Suche"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00d6EG Newsletter 46 M\u00e4rz 2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind hoffentlich gut ins neue Jahr gestartet, auch wenn die globalen wie nationalen Herausforderungen und die damit verbundenen Sorgen eher gr\u00f6\u00dfer geworden sind. Und sp\u00fcrbar ist es auch, <strong>wenn der Fr\u00fchling sich fr\u00fcher zeigt<\/strong>: 15 Grad, am Wegrand bl\u00fchen Krokusse. \u00dcberall wird es gr\u00fcn, V\u00f6gel zwitschern, dazwischen leuchten die ersten bunten Bl\u00fcten. Der Fr\u00fchlingsanfang hat sich um einen ganzen Monat nach vorne verschoben. Gef\u00fchl und Beobachtungen tr\u00fcgen nicht. Der Fr\u00fchling beginnt in diesem Jahr sehr<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;fr\u00fch. Durch den Klimawandel verschieben sich die Jahreszeiten. Der Fr\u00fchling beginnt fr\u00fcher, der Herbst endet sp\u00e4ter, der Winter wird k\u00fcrzer. In Deutschland ist es bereits deutlich w\u00e4rmer geworden. Und die Natur versucht sich diesen neuen klimatischen Bedingungen anzupassen. Denn was wir als angenehm empfinden und uns in Stra\u00dfencaf\u00e9s zieht, hat f\u00fcr Tiere und Pflanzen ernsthafte Konsequenzen. Manche Arten ver\u00e4ndern ihren j\u00e4hrlichen Rhythmus, andere ziehen weiter nach Norden oder in den Bergen weiter nach oben, wo es k\u00fchler ist. Kr\u00e4uter, die nah am Waldboden wachsen, und bl\u00fchen, wenn die B\u00e4ume eigentlich noch kahl sind, bekommen nicht mehr genug Licht, weil die B\u00e4ume bereits Bl\u00e4tter tragen. Zugv\u00f6gel, wie der Trauerschn\u00e4pper, kommen aus ihrem Winterquartier zur\u00fcck und finden keine Nahrung mehr, weil sich die Raupen, mit denen sie ihre Jungen f\u00fcttern, bereits in Schmetterlinge verwandelt haben. Gerade in den vergangenen Jahren hat sich der Fr\u00fchlingsbeginn noch einmal besonders stark verschoben. In den 2000er-Jahren bl\u00fchte die Hasel im Durchschnitt noch Mitte Februar, in den 2010er-Jahren dann Anfang des Monats. Seit dem Jahr 2020 lag ihre Bl\u00fcte bis auf ein einziges Jahr im Januar (in Anlehnung an Artikel auf ZEIT- Online).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es Natur und Mensch weltweit gut und besser gehen soll, reicht es nicht, nur auf den Wechsel des Energietr\u00e4gers zu setzen. Es braucht neben der Energieeffizienz auch ein Weniger an Energieverbrauch, eine neue sparsame Energiekultur. Am <strong>5. M\u00e4rz, dem Tag des Energiesparens<\/strong>, wurden Verbraucher, Industrie und Politik darauf hingewiesen, dass der internationale Energiespartag noch nie so wichtig war wie jetzt! Achtsame Energienutzung senkt nicht nur eigene Kosten, sondern tr\u00e4gt auch zur erfolgreichen Energiewende bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Haushalte nutzen jedoch das pers\u00f6nliche Einsparpotenzial nicht aus. So soll am internationalen Energiespartag \u00fcber m\u00f6gliche Einsparma\u00dfnahmen nachgedacht werden. Tipps zur Umsetzung finden sich unter: &nbsp;<a href=\"https:\/\/www.energieverbraucherportal.de\/energie-magazin\/verbraucherthemen\/verbraucherthemen-detail\/energiekosten-senken-die-besten-energiespartipps\">https:\/\/www.energieverbraucherportal.de\/energie-magazin\/verbraucherthemen\/verbraucherthemen-detail\/energiekosten-senken-die-besten-energiespartipps<\/a>;<\/p>\n\n\n\n<p>2024 werden wir unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen um sowohl PV \u2013 Anlagen zu planen, selbst zu bauen \u2013 siehe nachstehend den Hinweis auf unsere Stellenausschreibungen &#8211; als auch diese Anlagen entweder zu verkaufen, zu verpachten oder selbst zu betreiben und den erzeugten Solarstrom ins jeweilige Hausnetz oder in das \u00f6ffentliche Netz einzuspeisen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-590\" srcset=\"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-300x169.png 300w, https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-768x432.png 768w, https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-1536x863.png 1536w, https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-content\/uploads\/image-1-2048x1151.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Ein kurzer R\u00fcckblick auf das vergangene Jahr:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt haben wir im 2.Halbjahr 2023 464 kWp auf (Kirchen-) D\u00e4cher gebracht, eines ist davon die zweite PV \u2013 Anlage auf dem Haus der Naturwissenschaften des Mannheimer Evangelischen Bachgymnasiums mit 83 kWp (siehe Bild). Diese Anlage betreibt die \u00d6EG und verkauft den Strom der Schule. Von diesen 464 kWp haben Sebastian Edel und Gregor Roller mit angeworbenen \u201eBauhelfern\u201c 184 kWp selbst gebaut, davon wurden 151 kWp verkauft. Dass wir zunehmend PV- Anlagen verkaufen, h\u00e4ngt auch mit der Strategie der Landeskirchen und Di\u00f6zesen in Baden-W\u00fcrttemberg zusammen. So vergibt die w\u00fcrttembergische Landeskirche F\u00f6rdermittel (800 \u20ac je kWp) nur, wenn die Kirchengemeinde im Besitz der Anlage bleibt. In den anderen Regionen \u2013 vielfach vermittelt \u00fcber die KSE ( <a href=\"https:\/\/www.kse-energie.de\/\">https:\/\/www.kse-energie.de\/<\/a>\ud83d\ude09 werden in der Regel die PV \u2013 Anlagen nur als Voll-Einspeise-Anlagen konzipiert. Der Bau und Verkauf der PV \u2013 Anlagen erm\u00f6glicht zeitnah Einnahmen, w\u00e4hrend wir bei eigenen Anlagen zwar kontinuierlich Einnahmen durch Verpachtung oder Stromverkauf haben, aber diese sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume \u2013 zumeist 20 Jahre \u2013 hinziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was im letzten Jahr nicht so optimal lief, war unser Projekt L\u00e4nge. Die Windkraftgegner blockieren immer noch die Realisierung (gerodet ist schon) und das Mannheimer OVG hat seine Entscheidung f\u00fcr nach Ostern angek\u00fcndigt. Die Chancen stehen sehr gut, aber hier hei\u00dft es leider warten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und der Vorblick auf das noch junge Jahr 2024:<\/strong> Insgesamt stehen Vorhaben und Auftr\u00e4ge von 366 kWp an \u2013 da k\u00f6nnen noch Projekte dazukommen oder sich auch manches verz\u00f6gern, aber die Gesamtauftragslage sieht sehr gut aus. <strong>Einige Beispiele f\u00fcr dieses Jahr anstehende PV \u2013 Projekte<\/strong>: In der Region Stuttgart ist es die Anlage eines Mitglieds, ein Gemeindehaus in der Stadtmitte, eine kath. Kindertagesst\u00e4tte, eine Anlage auf dem Hospiz in Esslingen, ein katholisches Gemeindehaus in B\u00f6blingen, in Mannheim zwei weitere Anlagen. Um weitere Projekte in Stuttgart, L\u00f6wenstein, Ludwigsburg, Heidelberg und Freiburg haben wir uns beworben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn Sie als unsere Mitglieder eine <strong>PV \u2013 Anlage auf Ihrem eigenen Dach<\/strong> in Erw\u00e4gung ziehen, sprechen Sie uns an und wenn es geografisch nicht zu weit entfernt ist, machen wir gerne ein Angebot.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts all unserer Vorhaben, wird verst\u00e4ndlich, dass die \u00d6EG eine <strong>doppelte Personalverst\u00e4rkung<\/strong> braucht. Zum einen suchen wir einen Projektmanager (mwd) und einen Monteur (mwd). Siehe: <a href=\"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/neuigkeiten\/oeeg-sucht-neue-mitarbeiterinnen\/\">https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/neuigkeiten\/oeeg-sucht-neue-mitarbeiterinnen\/<\/a>;<br>Der Stellenumfang kann individuell vereinbart werden; im Bereich Potentialanalyse, Anlagenplanung und Monitoring kann zu Hause gearbeitet werden. Wie schon im letzten Rundbrief dargestellt, ist der Vorzug der Stelle, dass wir ein sehr nettes engagiertes Team sind und es eine nicht zu untersch\u00e4tzende zeitliche (und auch inhaltliche) Souver\u00e4nit\u00e4t gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was gibt es sonst noch Neues: <\/strong>In diesen Tagen werden wir einen gebrauchten VW -E -Crafter anmelden und in Betrieb nehmen. Bisher waren wir mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Car-Sharing \u2013 Autos unterwegs, aber mit zunehmenden Baustellenaktivit\u00e4ten, Werkzeug- und Materialtransport war dies keine Perspektive mehr. Wenn m\u00f6glich, werden wir auch k\u00fcnftig zu Sitzungen und Besprechungen umweltfreundlich uns bewegen. Au\u00dferdem haben wir in Esslingen eine leerstehende Tankstelle mit kleiner Werkhalle angemietet, um gr\u00f6\u00dferes Werkzeug und vor allem Material und Module zu lagern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bitte den Termin f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Genossenschaftsversammlung vormerken: voraussichtlich 27. April.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was Sie wie uns besch\u00e4ftigt, ist, dass die n\u00f6tige Transformation so langsam vorangeht und immer wieder blockiert wird. Um die Klimademonstrationen ist es leise geworden, dabei ist die Katastrophe weiter ungebremst, Ressourcenverbrauch und Artenverlust nehmen weiter zu. Auch wenn der Ausbau von Sonnen- und Windenergie unerl\u00e4sslich ist, muss trotzdem an Energie und anderen Ressourcen gespart werden. Denn noch immer lagern die Industriegesellschaften die \u00f6kologischen und sozialen Folgen in alle Welt aus. Beim Bau der PV-Anlagen werden u.a. Aluminium f\u00fcr die Unterkonstruktion, Kupferkabel, Module und Wechselrichter mit einer Vielzahl von Metallen aus aller Welt verwendet, deren F\u00f6rderung, Verarbeitung und Transport mit all ihren \u00f6kologischen und sozialen Folgen uns weitgehend verborgen bleiben. So ist festzustellen, <strong>dass unsere Energiewende (und unsere Lebensweise) weiterhin auf Externalisierung, auf Kosten von Mensch und Natur stattfindet<\/strong>. Die Frage bleibt, was eine \u00f6ko-faire PV \u2013 Anlage kosten w\u00fcrde und ob sich Deutschland die Energiewende dann weiter leisten k\u00f6nnte oder besser die Lebens- und Produktionsweise umstellen m\u00fcsste. Passend dazu ein Mail von Poema\/Stuttgart, in dem aus einer Abschlusserkl\u00e4rung der <strong>Konferenz \u201eTag der Integration der V\u00f6lker Lateinamerikasund und der Karibik\u201c<\/strong> zitiert wird: Es sind in aller Regel Menschen im S\u00fcden der Welt, die f\u00fcr unseren Wohlstand, f\u00fcr unsere E-Autos, f\u00fcr unsere Digitalisierung, f\u00fcr unseren Energie- und Rohstoffbedarf und f\u00fcr unsere Futter- und Lebensmittel ausgebeutet und sch\u00e4ndlich behandelt werden. Silvia Federici sagte dazu: <strong>\u201eKein Gemeinsames ist m\u00f6glich, sofern wir uns nicht weigern, unser Leben und unsere Reproduktion auf dem Leid anderer zu gr\u00fcnden und uns als von Ihnen getrennt wahrzunehmen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nun w\u00fcnschen wir uns allen ein sonniges und erfolgreiches Jahr, auf dass die Energiewende weiter vorangeht und unsere Genossenschaft wie auch jede und jeder einzelne von uns seinen Beitrag dazu leistet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit herzlichem Gru\u00df Ihre\/Eure \u00d6EG\u2019ler im M\u00e4rz 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6EG Newsletter 46 M\u00e4rz 2024 Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen, Sie sind hoffentlich gut ins neue Jahr gestartet, auch wenn die globalen wie nationalen Herausforderungen und die damit verbundenen Sorgen eher gr\u00f6\u00dfer geworden sind. Und sp\u00fcrbar ist es auch, wenn der Fr\u00fchling sich fr\u00fcher zeigt: 15 Grad, am Wegrand [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-586","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-neuigkeiten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=586"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":591,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/586\/revisions\/591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oekumenische-energiegenossenschaft.de\/home\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}