Erinnerung an die ÖEG Generalversammlung am 11. September 2021

Liebe Genossinen und Genossen

per E – Mail und per Post haben wir sie vor 2 – 3 Wochen wie folgt eingeladen:

Herzliche Einladung zur Generalversammlung  am Samstag, 11. September 2021 im Südflügel der Evangelischen der Akademie Bad Boll Akademieweg 11, 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Um sich anzumelden müssten Sie uns den mit verschickten Rückmeldebogen zusenden.

Mit herzlichen Grüßen

Jobst Kraus, ÖEG

In der ÖEG tut sich was



Liebe Mitglieder, liebe Genoss*Innen,

wie schon im letzten Newsletter angekündigt haben wir unsere Generalversammlung, die über den Jahresabschluss 2020 befindet, Wahlen abhält und Perspektiven der ÖEG diskutiert, aus Pandemiegründen auf den Herbst verschoben. Termin ist der 11. September 2021 um 14 Uhr in der Ev. Akademie Bad Boll. Wir beginnen um 14 Uhr und bemühen uns gerade noch um einen interessanten inhaltlichen Beitrag, der angesichts der globalen wie nationalen Dringlichkeit, die notwendigen Veränderungen zur Erleichterung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland und auch in Baden-Württemberg deutlich macht. Die Veranstaltung wird um 17 Uhr zu Ende sein. Sie werden noch eine gesonderte Einladung mit detaillierter Tagesordnung samt Rückmeldebogen erhalten.
Bitte schon mal den Termin reservieren. Gerne können Sie dann Ihre Stimme jemandem anderen übertragen (mit bis zu 2 weiteren Stimmen ist dies möglich).

Bei der Generalversammlung werden sich – zu unserem großen Leidwesen – zwei Vorstände verabschieden. Für die beiden frei werden Arbeitsbereiche Organisation und Finanzen sind wir auf der Suche nach zwei neuen Vorstandsmitgliedern. Entsprechend suchen wir zwei – gerne auch junge – Kolleg*Innen mit Faible für Schöpfungsbewahrung und Energiewende und Kenntnissen in den Bereichen Organisation (Mitglieder, Personal) und Finanzen/Betriebswirtschaft (für Buchhaltung haben wir jemanden und für Bilanz und G und V einen Steuerberater). Hilfreich wäre als Wohnort die Region Stuttgart – auch wenn wir viel über Telefonkonferenzen oder Online-Sitzungen erledigen können.

Wie im letzten Newsletter mitgeteilt, haben Vorstand und Aufsichtsrat nach eingehenden Überlegungen beschlossen Gregor Roller, der in der Elternzeit von Sebastian Edel diesen sehr gut vertreten hat, über den Sommer hinaus weiter zu beschäftigen. Seit letzten Montag, den 26. Juli, arbeiten Sebastian Edel und Gregor Roller im Team an der Planung und Umsetzung von neuen ÖEG- Projekten. Und da stehen uns im Herbst einige ins Haus. Je nach Region ist die Federführung unterschiedlich. Für Stuttgart/Tübingen/Göppingen/ Ulm ist Sebastian Edel federführend tätig.  Mannheim/Karlsruhe und Oberschwaben/Bodenseebearbeitet Gregor Roller.

Bei unserer neuesten PV-Anlage in der Gartenstadt in Stuttgart-Untertürkheim wurde die Zusammenarbeit schon praktisch bei der Realisierung der Anlageerprobt, so dass es derzeit die Überlegung gibt, bei weiteren Anlagen eine Kooperation mit einem Solarteurbetrieb von Anfang an zu versuchen. Die Materialbeschaffung und Endabnahme käme dann vom Fachbetrieb.

Am 28. 6. Wurde die Anlage in der Barbarossastr. provisorisch in Betrieb genommen. Dies hat Auswirkungen auf den für die Einspeisevergütung relevanten Monat, in diesem Fall ist es der Juni, auch wenn aufgrund von Materialknappheit (Zähler) wir noch auf die dauerhafte Einspeisung warten müssen. Die Anlage auf dem Pfarrhaus- und Gemeindehausdach hat 20 kWp und beliefert den direkt angrenzenden Kindergarten mit Solarstrom. Es ist damit unsere 22. ÖEG – Anlage. Unser herzlicher Dank geht auch an alle Akteure, die Firmen Allabar, Bastizi und die engagierten Mitglieder der Kirchengemeinde, besonders Uwe Gerstenberg, Eberhard Wagner und Reinhard Ertl.

Damit haben wir als ÖEG 557 kWp auf kirchlichen Dächern installiert mit einer durchschnittlichen Solarstromerzeugung von über einer halben Million Kilowattstunden. Und es werden in diesem Jahr noch einige Anlagen dazukommen – so hoffen wir.

Dies ist auch dringend notwendig angesichts des galoppierenden Klimawandels und seiner Auswirkungen. Dringend geboten sind der weitere Ausbau der PV – und Wind-Stromerzeugung – da sind wir dran, so gut wir können – aber auch eine neue sparsame Energiekultur. Der Ausbau allein wird nicht reichen. Speziell angesichts steigender Stromverbräuche für E – Fahrzeuge, Wärmepumpe und Digitalisierung. Viele schielen schon auf Wasserstoffimporte aus nordafrikanischen Ländern, die zuerst erneuerbaren Strom für sich selbst brauchen und dann auch das knappe Wasser für die Produktion von Wasserstoff hergeben müssen.

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf unsere Stuttgarter Region haben könnte, zeigt ein interessanter SWR Beitrag von Philipp Pfäfflin: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/so-heiss-ist-es-im-jahr-2035-in-ludwigsburg-100.html;

Und heute (29.Juli 21) ist der globale Overshoot-Day: Jedes Jahr findet der „Erdüberlastungstag“ früher statt. 2021 haben wir die natürlichen Ressourcen, welche die Erde in einem Jahr aufbaut, mit dem heutigen Tag aufgebraucht. Im Corona-Jahr 2020 hatte es eine kurze Atempause gegeben, die ist vorbei. Der Erdüberlastungstag findet 2021 fast einen Monat früher statt als im ersten Corona-Jahr 2020, als die Wirtschaft deutlich heruntergefahren worden war. Mit dem 29. Juli als Stichtag schließt der weltweite Verbrauch wieder an die Zeit vor Corona an.

Deutschland selbst macht bereits bei der Natur seit dem 5. Mai Schulden. Deutschland als Industrienation schneidet damit im globalen Vergleich schlecht ab.

Der Earth Overshoot Day lenkt jedes Jahr das Augenmerk auf natürliche Ressourcen, die so schnell nicht nachwachsen können, wie sie jedes Jahr verlorengehen. Dafür berechnet die Organisation „Global Footprint Network“ den „ökologischen Fußabdruck“ einzelner Länder. Dazu wird die Biokapazität der Erde, also die Fähigkeit unseres Planeten, Ressourcen zu produzieren oder wiederherzustellen mit dem Verbrauch der Ressourcen im jeweiligen Land verrechnet. Multipliziert mit der Anzahl an Tagen im Jahr, in der Regel 365, ergibt sich dann, ab welchem Tag die Jahres-Ressourcen unserer Erde aufgebraucht sind. Die Ressourcen der Erde, die in den „ökologischen Fußabdruck“ einfließen sind: Wasser, Holz, fruchtbare Ackerböden und andere Rohstoffe. Aber auch der produzierte Müll und Abgase, insbesondere CO2, spielen für die Bilanz eine erhebliche Rolle. Also auch der Ressourcenverbrauch der mit neuen Anlagen zur erneuerbarer Strom- und Wärmeproduktion tragen dazu bei. Alles ein Grund „Maß zu halten“. Noch 1971 lag der Erdüberlastungtag am 21. Dezember. Da haben wir doch auch gut gelebt. Vielleicht nicht alle Menschen. Umso mehr gilt es den begrenzten Reichtum der Erde fair zu verteilen.

Nicht nur die Natur, sondern auch wir, die wir mit der Natur enger verbunden sind, als wir wahrhaben wollen, brauchen eine Ruhepause.

In diesem Sinne Ihnen allen einen erholsamen Sommer

Ihre/Eure ÖEG’ler im Juli 2021

„Alles neu macht der Mai..“

Liebe Mitglieder, liebe Genoss*Innen,

der letzte Newsletter vom Dezember 2020 liegt schon sehr lange zurück. Wir sind selbst etwas erschrocken und freuen uns umso mehr Ihnen und Euch Erfreuliches berichten zu können. Der Mai macht doch manches neu. Zumindest für die ÖEG – auch wenn in diesen Pandemiezeiten unsere Sehnsüchte – wie vielleicht die dann folgenden Liedzeilen „macht die Seele frisch und frei – lasst das Haus, kommt hinaus“ gerade nicht oder nur in engen Grenzen in Erfüllung gehen können. Hier ein kleiner Einblick, was sich aus Sicht der ÖEG und für die ÖEG tut:
Vorstand und Aufsichtsrat haben nach eingehenden Überlegungen beschlossen Gregor Roller, der in der Elternzeit von Sebastian Edel diesen sehr gut vertreten hat, über den Sommer hinaus weiter zu beschäftigen. Aus der Argumentation des Aufsichtsrates: „Es besteht Einigkeit darin, dass die aktuelle Projektpipeline solide ist und das Risiko (der Anstellung von beiden Mitarbeitenden auf Teilzeitstellen) tragbar ist. Diese Einschätzung steht auch vor dem Hintergrund, dass der Vorstand die Kostenplanung für den Haushalt 2021 sehr konservativ angesetzt hat. Im Jahr 2019 hatten wir bereits einen Bilanzgewinn von 33TEUR und haben auch in einer kurzfristigen Betrachtung die notwendige Ertragskraft und auf jeden Fall die notwendigen Reserven.“ Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich, dass Sebastian Edel nach seiner einjährigen Elternzeit Ende Juli seine Arbeit wieder aufnimmt und schätzen sich glücklich, so junge, kompetente und engagierte Mitarbeiter wie Sebastian Edel und Gregor Roller zu haben, die die Akquisition, Planung und Realisierung der Projekte weiter vorantreiben werden – und sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen auch gut ergänzen.
Dass die Kirchen – Kirchengemeinden wir Diakonie – etwas aufgewacht sind, macht sich auch an der Nachfrage nach Kooperationsprojekten bemerkbar. So stehen Investitionen in zwei größere Anlagen auf Dächern evangelischer Schulen an, zwei, vermutlich sogar drei Anlagen, auf Neubauten von Kindertagesstätten und zwei größere Anlagen auf diakonischen Einrichtungen in Höhe von ca. 300.000 € für dieses Jahr an. Dies ist auch notwendig, um das bei der Bank geparkte Geld aus dem bisher nicht realisierten Windpark Länge investiv anzulegen und „arbeiten“ zu lassen. Das Projektbesuche und Verhandlungsgespräche in Pandemiezeiten die Kooperation erschweren ist nicht von der Hand zu weisen. Umso mehr freut es uns, dass es operativ vorangeht.

Von rechts nach links: Frank Kummermehr und Frank Tempke von der installierenden Solarfirma, Janine Hauck, die Leiterin der KiTa und Gregor Roller


Erst letzte Woche konnten wir in Mannheim eine 25 kWp PV -Anlage auf dem Dach der Kindertagesstätte der Ev. Kirche Mannheim (EKMA) in der Rastenburger Str. in Betrieb nehmen, so dass wir jetzt mit der EKMA 6 Kindertagestätten und ein Verwaltungsgebäude mit Solarstromanlagen bestückt haben – insgesamt mit 110 kWp. Mit der EKMA haben wir einen sehr engagierten Kooperationspartner, der sein Klimaschutzkonzept auch praktisch umsetzen will.Rückenwind kommt für die ÖEG auch aus Brüssel und Karlsruhe – und hoffentlich bald auch aus Berlin. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, der oberste Gerichtshof Deutschlands, hatte letzte Woche – am Tag der Inbetriebnahme unserer 21. PV Anlage – verkündet, dass das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung in seiner jetzigen Form Freiheits- und Grundrechte verletzt und damit in Teilen dem Grundgesetz widerspricht. Dieses sensationelle Urteil verpflichtet die Bundesregierung, mehr als bisher für den Schutz des Klimas zu tun. Bis Ende kommenden Jahres muss diese die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 genauer regeln und einen klaren Pfad aufzeigen, wie Deutschland seine Emissionen auf null senken wird. Maßnahmen dürfen nicht länger aufgeschoben werden, denn das gefährdet die Freiheitsrechte heutiger und künftiger Generationen. Entsprechend den neuen EU – Reduktionszielen von 55 % muss Deutschland seine Ziele auf 65 – 70 % erhöhen – und dies bis 2030, also in 9 Jahren. So ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mehr als ein Meilenstein. Sie wird die Umweltpolitik dieser und der kommenden Bundesregierung – die Bundestagswahl ist im September – entscheidend prägen. Und auch als ÖEG hoffen wir auf bessere Rahmenbedingungen für unser planerisches und investierendes Handeln.

Und nicht nur zum Schluss: in der kommenden Woche findet in Frankfurt vom 13. – 16 Mai der 3. Ökumenische Kirchentag statt. Siehe:  https://www.oekt.de/; Trotzdem können Sie dabei sein – bedauerlicherweise weitgehend nur online. Die Kirchentagslosung heißt „schaut hin (Mk 6,38): Ehrlich hinschauen auf Herausforderungen und Zielkonflikte, auf die Auswirkungen unseres Produzierens und Konsumierens – auf Menschen neben uns, weltweit und die kommenden Generationen. Dies heißt dann aber auch einander vertrauen und gemeinsam für eine enkeltaugliche Zukunft handeln.

Unsere Generalversammlung wird wieder erst im Herbst sein in der Hoffnung, dann live tagen zu können. Und: zu unserem großen Bedauern verlässt uns Kristin Tomaschko, die an der Akademie einen umfangreicheren Arbeitsvertrag erhält bekommt und so aufgrund ihrer familiären Situation für die ÖEG leider keine Zeit mehr bleibt. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Kristin Tomaschko für Ihr Engagement und wünschen ihr alles Gute. Das ÖEG Büro wird erstmal unbesetzt bleiben und von Vorstandsmitgliedern „mitversorgt“. Das Telefon wird dann auf Vorstandsmitglieder umgestellt.

Ihnen und Euch alles Gute in diesen Transformationszeiten – und vor allem: bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre/Eure ÖEG’ler im Mai 2021

Wir müssen zulegen – beim Energiesparen und bei den Erneuerbaren – in Deutschland und als ÖEG – und wir freuen uns über neue Gesichter

Liebe Mitglieder, liebe Genoss*innen,

Sie hatten alle hoffentlich einen erholsamen Sommer und sind gesund geblieben. Das lachende Auge: Die Sonne hat uns alle und die Genossenschaft verwöhnt. Das „weinende“ Auge bemerkt die Auswirkungen des Klimawandels und den fehlenden Regen. Die Prognose für unsere PV-Anlage auf dem Dach des Südflügels der Ev. Akademie Bad Boll für das Jahr 2020 liegt bei 1.218 kWh/kWp. Nur 2011 hatten wir ein besseres Ertragsjahr mit 1250 kWp. Zum Vergleich: Bei der Kalkulation von neuen Anlagen rechnen wir mit 950 kWp. Und so sieht das bisherige Ertragsjahr von SUN 1 von Januar bis September aus. Die „bildsprengende“ Säule für Juli zeigt einen Monatsertrag von 5.552 kWh. Die roten Markierungen zeigen die monatlich erwartbaren Werte. Zu sehen auf der Homepage unter SUN 1 Jahresertrag 2020. So können wir für 2020 Brutto-Einnahmen für diese Anlage in Höhe von 19.000 € erwarten, was angesichts der Investitionskosten von 137.000 € brutto sehr gut ist. Mittlerweile sind die Rahmenbedingungen längst nicht mehr so gut. Heute rechnen sich reine Einspeise-Anlagen kaum mehr und wir müssen versuchen, die Anlagen zur Eigenstromnutzung vermieten oder direkt den erzeugten Solarstrom an den Immobilienbesitzer verkaufen. Aber auch dies rechnet sich nur bei größeren Dächern und einem entsprechenden Strom-Verbrauch unter den Dächern. So wartet die ÖEG auch weiterhin auf bessere Zeiten mit hilfreichen Rahmenbedingungen, mehr Unterstützung seitens der Kirchen und weniger Bürokratie.

So sollte es weiter geht – auch wenn es in Pandemie-Zeiten schwierig mit Großdemonstrationen ist

Vom 20. bis 27. September 2019 fand die internationale Klimawoche statt, die die Fridays for Future bundesweit ausgerufen hatte: www.fridaysforfuture.de;  Viele Menschen – jung und alt  – haben sich beteiligt. Vielleicht war die eine oder der andere von Ihnen am letzten Freitag unterstützend dabei. Das deutsche Klimakabinett hat über ein Klimaschutzgesetz beraten und in New York City fand ein Sonderklimagipfel der Vereinten Nationen statt. Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat am letzten Sonntag anlässlich des 75 jährigen Akademie-Jubiläums betont, dass der Klimawandel seiner Meinung nach die größte Herausforderung ist, die ihm manchmal schlaflose Nächte bereite. Siehe Live-stream: https://www.youtube.com/watch?v=1jJiJibRGME;  Tenor der Festreden war u.a. auch, dass  zwar der Diskurs in Transformationszeiten notwendiger denn je sei, aber dass sich daran das Handeln anschließen müsste.

  Energiewende, Mobilitätswende – kleine Schritte sind überall möglich. In Baden-Württemberg wurde gerade eine Mobilitätswende-Allianz gegründet, die auch um praktische wie finanzielle Unterstützung bittet: https://mobilitaetswende-bw.de/;

Am 23. September hat das Bundeskabinett den EEG-Gesetzesentwurf beschloßen, der nun noch durch den Bundesrat muss. Im Zentrum der Forderungen der Petitionen des  Bündnis Bürgerenergie und des Solarenergie-Fördervereins Deutschland in Kooperation mit WeAct, der Petitionsplattform von Campact, sowie des Umweltinstituts München stehen wesentlich höhere jährliche Ausbauziele für die Solarenergie, eine bundesweite Solaranlagenpflicht für Neubauten und bessere Bedingungen für Bürgerenergie. Beide Petitionen werden von dem anerkannten Energiewende-Experten Professor Volker Quaschning unterstützt: „Viel zu lange schon bremst die Bundesregierung den Ausbau von Solarenergie und Windkraft aus und legt der Bürgerenergie Steine in den Weg“, so Professor Volker Quaschning, Energiewende-Experte und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. „Dabei sind es die Bürgerinnen und Bürger, die bisher am meisten in den klimafreundlichen Umbau unserer Energieversorgung investiert haben.“

Die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie schreibt in ihrer Stellungnahme: „Im Entwurf des EEG 2021 wird anerkannt, dass Deutschland vor 2050 treibhausgasneutral sein muss. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen ist das aber schon vor 2040 notwendig. Technisch ist das möglich und muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Die immer weiter steigende Komplexität des EEG sowie die immer höher aufgebauten Hürden erschweren es Prosumern, Energiegenossenschaften, aber auch dem Gewerbe immer mehr, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Energiewende in den vergangenen Jahren gerade von diesen gesellschaftlichen Gruppen geschultert wurde.“

Derzeit haben wir viele Schubladenprojekte, u.a. auch mit einer größeren Anlage von 99 kWp und so hoffen wir die Zubau-Säulen wieder mit nach oben zu bringen. Als ÖEG versuchen wir so weiter dem Motto zu folgen „Macht die Dächer voll“. Und dabei haben wir immer eine starke Unterstützung:

Seit September 2018 – damals noch unverheiratet – hat uns Sebastian Edel als technische Assistenz im Vorstand der ÖEG sehr kompetent, kreativ und engagiert unterstützt. Nun ist Sebastian Edel am 15. Juli für ein Jahr in Elternzeit gegangen. Wir sind ihm sehr dankbar für das, was er in diesen zwei Jahren für die ÖEG geleistet hat. 23 in Planung befindliche Projekte zwischen Mannheim und Ulm, Wilhelmsdorf und Schwäbisch Hall sprechen eine eindeutige Sprache. Dabei gibt es viele Hürden bei der Umsetzung der Projekte (allen voran das aktuelle Erneuerbare Energiegesetz EEG) und bei der Gewinnung von Kooperationspartner*innen. Oft sind diese anfangs „Feuer und Flamme“, die Sonnenenergie vom Himmel zu holen, jedoch scheitern immer wieder Vorhaben am Denkmalschutz, an zu hohen Renditeerwartungen oder an der notwendigen Überzeugungsarbeit in Gremien. Deshalb auch vielen Dank für das kommunikative unermüdliche Dranbleiben. Wir wünschen Sebastian Edel und seiner Frau Astrid Edel alles Gute zur Geburt ihres Sohnes Micha und viele neue interessante Erfahrungen in der Elternzeit.

Wir sind sehr froh, als Elternzeitvertretung für die Zeit bis Juli 2021 Gregor Roller gewonnen zu haben. Er wird ähnlich wie Sebastian Edel als technische Assistenz in Teilzeit arbeiten. 1988 in Filderstadt geboren, hat Gregor Roller in Trondheim/Norwegen und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Regenerative Energien studiert und schließt dieses Studium demnächst mit einem Master ab. Vor seiner Studienzeit hat Gregor Roller eine Tischler-Lehre absolviert. Gregor Roller wird in Aichhalden wohnen, viel im Homeoffice arbeiten und von dort aus neue wie auch alte Projekte besuchen.

Wir hoffen sehr mit Gregor Roller in ähnlicher Weise einen Glücksgriff zu machen wie mit Sebastian Edel. Wenn es „Projekte regnet und die Sonne vom Himmel brennt – und die Kirche sich der ÖEG bedient, um die überfällige Energiewende zu realisieren, könnte es dann im Herbst 2021 vielleicht auch Arbeit für 2 Personen geben.

ÖEG Vorstand und Aufsichtsrat wünscht Gregor Roller einen „sonnigen Start“ und freut sich auf eine wechselseitig bereichernde Zusammenarbeit. Ab sofort ist Gregor Roller erreichbar unter: g.roller@oeeg.de; und telefonisch unter 0151-12477344.

Herzliche bedanken möchten wir uns auch bei Karin Zomer, die für die ÖEG in unserem Bad Boller Büro sehr engagiert gearbeitet hat und für Sie alle wie auch für Interessent*innen eine sehr freundliche Ansprechpartnerin war. Karin Zomer ist umgezogen und arbeitet für die Akademie weiter im Homeoffice, was aber dann eine Anwesenheit in unserem Büro unmöglich macht.

Wir haben uns intensiv um eine Nachfolge gekümmert und freuen uns nun mit Kristin Tomaschko eine engagierte Nachfolgerin gefunden zu haben, die ebenfalls an der Akademie. Sie wird nunmehr zweimal in der Woche im ÖEG Büro anwesend sein, und zwar dienstags und mittwochs jeweils von 13:30 bis ca. 15 Uhr. Ihre Mailadresse lautet: k.tomaschko@oeeg.de; Die Telefonnummer ist unverändert die: 07164-79-216.

In der Mitgliederverwaltung unterstützt uns künftig Bernd Gillardon, den wir im nächsten Newsletter näher vorstellen werden.

Allen Dreien – Bernd Gillardon, Kristin Tomaschko und Gregor Roller – wünschen wir alles Gute und viel Rückenwind für ihre Arbeit.

Die für den 17. Oktober in Bad Boll geplante Genossenschaftsversammlung muss in den November verschoben werden. Am ursprünglichen Termin konnten wir nicht festhalten, weil der Gemeindesaal der Herrnhuter nur mit maximal 20 Personen belegt werden kann und zwei unserer Vorstände aus persönlichen Gründen verhindert sind. Sobald der November -Termin steht, geben wir umgehend Bescheid.

Bleiben Sie gesund – und widerständig – und vielleicht sehen wir uns im November

Herzlichst Ihre/Eure ÖEG’ler im September/Oktober 2020

Newsletter 30 April 2020: Kämpfen für mehr Klimaschutz – auch in Zeiten von Corona

Liebe Mitglieder, liebe Genoss*innen, auch als ÖEG ist es uns wichtig, auf den Klimastreik von Fridays for Future am Freitag, den 24. April, um 12:00 hinzuweisen:

Denn die Klimakatastrophe droht immer mehr in den Hintergrund zu treten und erste Stimmen werden laut, nach Abflauen der Pandemie auf „reset“ zu drücken und alles wieder hochzufahren, längst beschlossene Maßnahmen (Kohleausstiegsgesetz, CO2 Bepreisung, etc.) zurückzunehmen und der Auto-Industrie, die unabhängig von Corona angesichts gesättigter und fehlentwickelter Märkte sich sowieso der Transformation stellen müsste, mit einer Abwrackprämie auf die Beine zu helfen.

Stattdessen bräuchte es ein Innehalten und ein Anknüpfen an die in der Pandemie gemachten nicht nur einschränkenden sondern auch alternativen Erfahrungen. Die Nachdenklichkeit, dass es so eigentlich mit unserer Produktions- und Konsumweise nicht weiter gehen kann, hat bei vielen zugenommen. Entschleunigung, das Downsizing in der Arbeitswelt, zu Hause und in der Öffentlichkeit wird auch positiv erlebt und die Erfahrung mit weniger auszukommen wie auch der Wiedergewinn an persönlicher Souveränität (wenn auch nicht im direkten Kontakt mit Menschen) ist gewachsen. Denn daran und nicht nur an den erwartbaren Forderungen der Industrie ist anzuknüpfen, wenn es darum geht eine neue- und nicht die alte Normalität zu finden. Wünschenswert wäre, dass diese neue enkeltaugliche Kultur in den Bereichen Ernährung, Mobilität, Energie, Konsum so erstrebenswert wird, dass immer mehr Bürger*innen dafür nötige politische Rahmenbedingungen einfordern – auch im Blick auf uns als ÖEG einen Rahmen schafft, der es erleichtert die Kräfte der Natur zu nutzen.

Dass die Klimakrise nicht haltmacht ist in diesen Tagen mit Sommer- statt Aprilwetter zu erleben. Als ÖEG freuen wir uns über sensationelle Solarerträge, dabei wäre Regen dringend notwendig. In den Gärten vertrocknen die Rosenknospen, die Waldbrandgefahr steigt. Der Dürremonitor der Helmholtz-Klimainitiative zeigt, wie extrem trocken die Böden fast in ganz Deutschland sind mit nicht abzuschätzenden Folgen für die Landwirtschaft. Um zu verhindern, dass Nachrichten wie „Das Eis am Nordpol ist nicht mehr zu retten“ in den Hintergrund geraten, ist es umso wichtiger, dass möglichst viele am Freitag vom Wohnzimmer, dem Balkon oder dem Homeoffice, darauf aufmerksam machen, dass der Klimaschutz trotz der Pandemie keinen weiteren Aufschub erlaubt.

Hinweisen möchten wir Sie auf einen gerade erschienen Artikel aus der Forschungsstätte der Ev. Studiengemeinschaft der EKD in Heidelberg zum Thema „Corona Pandemie und Klimaschutz“, an der auch ein ÖEG Mitglied mitgewirkt hat: Corona-Pandemie-und-Klimaschutz-einige-Anregungen-zur-Diskussion;

Ansonsten sind wir an verschiedenen Projekten dran und würden uns – wie oben als notwendig beschrieben – über mehr kirchlichen Rückenwind freuen: Christians and Churches for Future.

Bleiben Sie gesund – und widerständig

Ihre ÖEGler im April 2020

Hoffnung in schwierigen Zeiten . ÖEG Newsletter 3/2020

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

lange – seit Dezember – haben wir von uns nichts mehr hören lassen – und sind trotzdem nicht untätig gewesen, jetzt mehr oder minder im Homeoffice, vermutlich wie viele unserer Mitglieder auch. In dieser generell schwierigen Situation ergibt sich aber vielleicht auch mehr Lesezeit. Entsprechend ist unser Büro auch nur sporadisch besetzt – und manche Beantwortung von Anfragen verzögert sich etwas. Auch Bitten von Mitgliedern ihre Beteiligung aufzustocken, müssen wir im Moment noch abschlägig beantworten. Wir hätten es gerne anders, aber aus Mangel an großen Projekten benötigt die ÖEG z.Zt. kein Geld, zumal wir Geld aus dem nicht realisierten Windparkprojekt Länge auch wieder zurückholen mussten. Zu dem Projekt Länge warten wir immer noch auf eine Klärung durch das Umweltministerium.

Wir haben einige auch größere Projekte in Planung:
– eine PV – Anlage mit ca. 100 kWp auf einer Behindertenwerkstatt in Schwäbisch Hall;
– drei kleinere Projekte in Ulm;
– weitere Projekte mittlerer Größenordnung in Mannheim, Heidelberg und Kirchheim/Teck
– auf Anregung der ÖEG lässt die Tagungsstätte Löwenstein gerade ein Gesamtenergiekonzept (Gesamtenergiekosten ca. 120.000 € und 500 Tonnen CO2) erstellen – auch mit notwendiger Heizungsanlagenerneuerung und PV  auf den Dächern und an den Fassaden
– und dann gibt es noch einige mögliche größere PV – Anlagen auf Schulen – aber die kirchlichen Verwaltungen tun sich schwer.

Für kirchliche Einrichtungen haben wir auch einen neuen Flyer erstellt, der das Kooperationsangebot der ÖEG an Kirchliche Organisationen konkretisiert. (Institutionsflyer)

Durchschnittstemperatur in D. von 1881 bis 2017

Im Rahmen unserer von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsamen Klausur Anfang Februar sind wir auch der Frage nachgegangen, wo die Gründe für Untätigkeit und Trägheit liegen, wo doch eigentlich Aufbruchsstimmung angesagt wäre. Siehe dazu die beiden Klausurbeiträge von S. Edel (Beitrag S. Edel) und J. Kraus (Beitrag J. Kraus ) und ein Beitrag aus einer Veranstaltung von Pro Ökumene im Stuttgarter Hospitalhof (Beitrag J. Kraus Pro Ökumene) . Auch in der derzeitigen Corona-Krise ist bei manchen die Haltung zu beobachten „wir wissen es aber wir glauben es nicht“. So ist es vermutlich auch mit der Klimakatastrophe. Gleichzeitig macht die rasche Reaktion der Politik Hoffnung, dass es auch in Sachen Energie – und Ressourcenwende ein Klima-Schutz – Emergency- Programm geben könnte. Denn auch da besteht dringend Handlungsbedarf. Überhaupt wäre es eine Gelegenheit nach dem Abflauen der Corona-Krise nicht wieder zur üblichen Tagesordnung überzugehen und wirklich nachhaltige Produktions- und Konsummuster auf Dauer zustellen.

Hierbei hilft vielleicht ein etwas anderer Blick auf die Corona-Pandemie, der sehr grundsätzlich unsere Produktions- und Lebensweise hinterfragt. Sonia Shah wies in der Beilage der taz vom letzten Freitag (Woher kommt das Coronavirus?, Le Monde diplomatique 3/2020), daraufhin, dass das weltweite Zurückdrängen von Wildtieren durch Abholzung von Wäldern und die zunehmende Ausbreitung der Städte dazu führen, dass Viren eher die Menschen erreichen und Krankheiten auslösen können. Dies alles können wir nicht von heute auf morgen zurückdrehen, aber die Autorin hinterfragt damit unsere energie- und ressourcenintensive Produktions- und Lebensweise, unsere Art des Umgangs mit Tieren und Pflanzen weltweit. Sie lenkt den Blick auf einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung, auf unsere Verantwortung für unsere Mitwelt- für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Noch zwei Informationen:

  • die eine ist zugleich eine Bitte: Sebastian Edel geht von Juli 2020 bis Juni 2021 in Elternzeit. Für diese Zeit suchen wir eine engagierte und kompetente Vertretung (Auschreibung Elternzeitvertretung); . Es wäre uns eine große Hilfe, uns bei der Suche behilflich zu sein
  • die diesjährige ÖEG Generalversammlung wird in der 2. Hälfte Juni stattfinden, wenn sie denn stattfinden kann. Wir fragen gerade beim bwgv nach, ob die GV auch in den Herbst verschoben werden kann.

Bleiben Sie gesund – und sehen wir alle die Krise als Chance und hoffen wir auf Veränderung

Herzlichst Ihre/Eure ÖEG’ler im März 2020

September 2019- wird es ein Klimawandelwendemonat?

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

hier unser Newsletter 27: die Sommerferien sind vorbei, es wird herbstlich und auch die Solarerträge nehmen ab. Sie haben sich hoffentlich gut erholt und gehen mit Schwung in den Herbst – wie wir es als ÖEG auch vorhaben. Wir sind in den Ferien als ÖEG schon gut gestartet und haben am 23. August unsere nun 18. PV – Anlage in Betrieb genommen.

Die PV – Anlage mit 28,35 kWp befindet sich auf dem Dach eines Gemeindehauses mit Kindergarten der Lukas- Kirchengemeinde in Freiburg. Es ist also unser südlichstes Projekt. Da eine Eigenstromnutzung im Blick auf die betriebswirtschaftliche Trennung von Kindergarten und Gemeindehaus zu kompliziert geworden wäre, speisen wir fürs erste den Strom nach EEG voll ins Netz ein. Wir haben uns aber vertraglich eine Änderung in Richtung Eigenstromnutzung offengehalten, je nachdem, wie sich das EEG im Herbst verändert.

Im Herbst hoffen wir noch weitere PV-Projekte umsetzen zu können – in Mannheim weitere Kindergärten und in Schwäbisch Hall eine größere Anlage auf einer Werkstatt für Behinderte.

Neben dem dringend notwendigen Zubau an Erneuerbaren ist vor allem auch Energiesparen und Energie-Effizienz angesagt. Wir haben den Wunsch eines Mitglieds im Rahmen der letzten Generalversammlung aufgegriffen. Sebastian Braun hat einen Energiecheck in der Privatwohnung des Genossenschaftsmitglieds durchgeführt und einige Einsparmöglichkeiten identifiziert, wie LED-Lampen statt Halogenbirnen und das Abschalten von unnötigen Standby-Verbrauchern. Umgesetzt könnte dies bei dieser schon recht sparsamen Wohnung eine jährliche Stromeinsparung von ca. 180 kWh erbringen. Die Kosten betragen inklusive Mehrwertsteuer ca. 50 €. Interessenten in der Region Stuttgart können sich gerne melden.

Wie wichtig Klimaschutz ist, unterstreichen auch die Demonstrationen der Jugendlichen im Rahmen von Fridays for Future. FfF rufen weltweit auf zu einem Klimastreik am 20. September: „Unser Aufruf richtet sich an jede Generation – an Kolleg*innen und Arbeitgeber*innen, an Eltern und Nachbar*innen, an Kolleg*innen und Angestellte, an Lehrer*innen und Wissenschaftler*innen, Sportler*innen und Arbeitssuchende, Kreative und Auszubildende – an alle: Am 20.9. findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Pariser Abkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden.“ Siehe auch: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/#post-18396; Auch wenn Sie selbst nicht streiken können, überlegen Sie sich für diesen Tag ein öffentliches Zeichen der Solidarität. Gerade wir älteren ÖEG – Mitgliedern sind aufgefordert, den Generationenvertrag nicht noch weiter aufzukündigen und –   speziell auch im Bereich der Kirchen  – praktische Maßnahmen einer neuen Energie-, Mobilitäts- und Esskultur selbst zu ergreifen aber auch bei Kommunen, Kirchen, Schulen und Betrieben einzufordern. Es gibt noch so viele Einsparmöglichkeiten und freie Dächer. Deswegen sind wir als ÖEG ja auch 2009 angetreten, um vor allem der kirchlichen Energiewende „Beine zu machen“.

Auch in diesem Sinne, aber nicht nur wünschen wir Ihnen wie uns einen ertragreichen Herbst – uns als ÖEG speziell einen Zuwachs an Anlagen und neben dem notwendigen Regen auch viel Sonne.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im September  2019

Newsletter 25 – im Mai 2019

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen du Genossen,

am letzten Freitagabend hatten wir eine sehr gut besuchte Generalversammlung. Über diesen Zuspruch haben wir uns als Vorstand und Aufsichtsrat sehr gefreut. Angesichts des noch brach liegenden Windkraftprojekts „Länge“, der noch nicht ausgezahlten Erstattung aus der Insolvenzmasse der Solarfabrik und unserer „Beschäftigungsoffensive“ wurde der Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat für 2018 keine Dividende auszubezahlen, sondern den Gewinn auf 2019 vorzutragen (er geht also nicht „verloren“), einstimmig angenommen. Die Berichte von Paul Hell, Manfred Kauffmann und Jobst Kraus finden Sie in Kürze auf der Hompage unter Downloads.

Roland Helber wurde für weitere 3 Jahre als Aufsichtsrat gewählt. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist in Vorstand und Aufsichtsrat möge sich bitte melden. Wir freuen uns über jede Mitarbeit.

Dankbar waren wir auch für Anregungen aus dem Kreis der anwesenden Mitglieder, wie:

  • unsere Internetseite zu aktualisieren,
  • Mitglieder auf Wunsch im Blick auf die Senkung ihres häuslichen Energieverbrauchs (Raumwärme und Strom) gegen eine Pauschale zu beraten. Mittlerweile haben wir diese Anregung weiterentwickelt. Wir könnten uns denken, Mitglieder in den verschiedenen Regionen/Orten zu einem Termin in der Wohnung eines Mitglieds zu einem „Energie-Effizienz – Kaffeeplausch zusammen zu holen. Vor Ort einen ersten Wohnungsrundgang zu machen und allgemeines zum Energiecheck und den Sparmöglichkeiten vorzustellen und dann mit einzelnen Interessierten einen Termin zu einem Energiecheck zu vereinbaren. Die ÖEG ist dann finanziell an einer Beteiligung an den errechneten Einsparungen interessiert. Siehe anhängenden Rückmeldebogen

Informieren möchten wir Sie noch über folgende Projekte:

  • Ende März ging eine weitere, kleinere Anlage in Mannheim auf einem Kindergarten ans Netz (Fürstenwalderweg).

Da das Dach des Gemeindehauses (siehe Bild) besser geeignet war, wird dort der Solarstrom gewonnen und dann über ein (vorhandenes) Rohr unterirdisch in den benachbarten Kindergarten geleitet, in dem mittags auch gekocht wird. Dies bietet die Gewähr, dass möglichst viel Solarstrom genutzt wird. Die ÖEG hat die Anlage geplant, gebaut und vermietet die Anlage zu einem monatlichen Festpreis zur Eigenstromnutzung an die Ev. Kirche in Mannheim, so dass sich die Kirchengemeinde auch finanziell besser steht als beim Strombezug aus dem Netz.

  • Ende Juni wird unsere nächste Anlage mit 28 kWp installiert: ein Kooperationsprojekt mit der Lukaskirchengemeinde in Freiburg

Und noch ein Hinweis:

Die ÖEG ist mit einem Stand auf dem diesjährigen Kirchentag in Dortmund vom 19.6. bis zum 23.6. mit einem Stand vertreten. Wir sind in der Halle 3 der Westfalenhallen zum Thema Stadt und Umwelt und dort hinter der Bühne. Wir freuen uns über jede(n), die/der bei uns vorbeischaut! Hier der Link zum Kirchentagsprogramm: https://www.kirchentag.de/programm/programmuebersicht/;

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Mai 2019

Newsletter 24 – im März 2019

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

wir hoffen, dass Sie alle gut und gesund ins Jahr 2019 gekommen sind. Wir als ÖEG sind dankbar für die Unterstützung unserer Genossenschaftsmitglieder, die zum Jahresende gerne ihr Budget – im doppelten Sinne – erneuern und ihre Beteiligungen aufstocken. Ebenso freuen wir uns über einige neue Mitglieder, sodass wir zum Jahresende 312 Mitglieder zählen konnten mit 1.15 Mio. € Anlagekapital. Kurz vor Weihnachten ging eine weitere kleinere Anlage in Mannheim auf einem Kindergarten ans Netz (Am Brunnengarten – Foto H.F. Roth):

Ende dieser Woche geht eine weitere Kindergartenanlage ans Netz. Bei einem Gemeindehaus in Freiburg wartet eine projektierte 28 kWp Anlage auf grünes Licht der kirchlichen Gremien. Was sich leider sehr hinzieht ist der Bau des Windparks Länge. Hier liegen eine Anti-Windkraft-Initiative und Regierungspräsidium und Landratsamt im Rechtstreit. Hier hoffen wir immer noch auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes in unserem Sinne, so dass die gerodete Fläche mit Anlagen bestückt werden kann. Der Zubau der Erneuerbaren muss an Fahrt aufnehmen, gerade auch weil immer mehr Strom für Digitalisierung und Mobilität gebraucht wird und der Klimawandel dringend abgebremst werden muss.
Erfreulich ist, dass wir drei größere Projekte in Planung haben: zwei diakonische Einrichtungen mit größeren PV- Anlagen (140 und 210 kWp) und BHKW und eine Tagungsstätte. Je nachdem wieviel wir realisieren können ist damit ein Investment von 250 – bis 500.000 € verbunden. Dies auch technisch zu bewältigen ermöglicht uns unsere technische Assistenz Sebastian Braun, für dessen engagierte Mitarbeit wir sehr dankbar sind. In den nächsten Monaten möchten wir unseren Mitgliedern auch ein besonderes Angebot machen: die Installation einer PV–Balkon- oder Fassadenanlage, die auch für Mietwohnungen geeignet ist. Wir würden eine Sammelbestellung durchführen und bei Ihnen vorbeikommen und das Modul (max. 600 Watt) samt kleinem Wechselrichter bei Ihnen auf der Südseite an ihrem Balkon oder ihrer Fassade befestigen. Sie stecken das Kabel in ihre Steckdose und ernten Sonnenstrom – und sparen etwa 10 % an Strombezugskosten. Die Kosten für die PV-Anlage betragen mit Montage unsererseits etwa 600 – 700 €, die sich in ca. 9 Jahren refinanziert haben. Was es braucht ist eine Befestigungsmöglichkeit auf der Südseite ihrer Wohnung – und eine Steckdose in der Nähe. Hier ein am Balkongeländer befestigtes Modul.

energiedialog-nrw.de

 

 

 

 

 

Wer Interesse hat in die Stromerzeugung einzusteigen, bitte melden: info@oeeg.de; Im nächsten Newsletter kommt ein detailliertes Angebot.

Und noch ein Letztes: „Wir sind hier und wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut“. So skandieren die Schülerinnen und Schüler bei „Fridays for future“. Mit dem Ihr sind wir als ältere Generation gemeint. Wir müssen uns bewegen und Geschichten einer gelingenden – ökologisch wie sozialen Zukunft entwerfen und uns an deren Umsetzung machen.
Nun hat die Ev. Kirche in Mitteldeutschland eine Petition eingereicht für ein Tempolimit auf Autobahnen allerdings mit 130 (120 fände ich umweltpolitisch angemessener, aber trotzdem). Zur Petition siehe hier: https://www.ekmd.de/aktuell/projekte-und-aktionen/petition-tempolimit/;
Das Interessante ist, dass diese Petition von einer Landeskirche eingereicht wurde. Sie brauchen etwa 50.000 Unterschriften, um eine Anhörung im Bundestag zu erreichen.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im März 2019

Und: Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2019 findet am 17. Mai 2019 statt, an einem Freitag um 18 Uhr in Bad Boll!

Newsletter 23 – Weihnachten 2018

 

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

am Ende eines schwierigen Jahres, in dem wir politisch wie gesellschaftlich eher auf der Stelle getreten sind, sehen wir was notwendig ist: die Agrar- und Ernährungswende, die Verkehrswende samt Stadtumbau, die Energiewende, aber auch das Zusammenwachsen Europas, nationaler wie globaler Lastenausgleich und ein respektvolles Streiten, wie es weitergehen soll angesichts des Überschreitens planetarischer Grenzen und globaler Ungerechtigkeiten. Denn die Herausforderungen von Kriegen und Flucht, Armut und prekären Arbeitsverhältnissen, sowie der Klimawandel mit dem heißen Sommer und den sich häufenden Wetterextremen treten immer deutlicher zu Tage. Wir sehen es, und kommen doch nicht vom Reden zum Tun.
Die kürzlich zu Ende gegangene Welt-Klimakonferenz in Kattowitz war da ein kleiner Lichtblick. Zumindest gibt es jetzt ein Regelwerk, mit dem aktiver Klimaschutz auch gemessen werden kann. Jetzt heißt es ran an die Arbeit, raus aus der Kohle und – worauf wir als ÖEG auch hoffen – bessere und einfachere Rahmenbedingungen, die Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren belohnen. Vielleicht mit einer CO2 Abgabe (der Verein freut sich über jeden Unterstützer*in: https://co2abgabe.de/;) Darauf hoffen wir als Energiegenossenschaft, um in Zukunft etwas leichter vorhandene Effizienz – und Ausbaupotentiale erschließen zu können.

Was haben wir 2019 vor:
• Nachdem wir im Dezember eine weitere 9,99 kWp PV – Anlage auf einem Kindergarten in Mannheim in Betrieb genommen haben (SUN 16 Am Brunnengarten), kommen im Frühjahr 2019 drei weitere Kindergärten in Mannheim dazu, und eventuell noch ein Mehrfamilienhaus
• Wir bemühen uns derzeit um eine Anlage in Freiburg (Gemeindehaus), um ein Krankenhausdach in Ulm, um eine größere PV – Anlage auf einem größeren Gebäude der Samariterstiftung.
• Im Frühjahr 2019 wird voraussichtlich auf einem Gemeindehaus in Eschenau/Obersulm eine PV- Anlage installiert und mit einer Tagungsstätte in der Heilbronner Gegend sind wir im Gespräch über ein Heizungs- und PV-Contracting.
• Leider verzögert sich weiter der Bau des Windanlagenprojektes „Länge“ an dem die ÖEG beteiligt ist. Hier klagt eine Initiative mit dem Hinweis auf angebliche artenschutzrechtliche Mängel gegen das Regierungspräsidium. Ein Eilantrag ist nicht entschieden, weil die Klägerin mehrfach Fristverlängerungen beantragt hat. Es entsteht der Eindruck, dass es Strategie ist, das Projekt solange hinauszuzögern, bis es unwirtschaftlich wird. Auch hier hoffen wir auf eine Wende zum Guten.
• 2019 möchten wir unseren Mitgliedern nach Terminvereinbarung einen kostengünstigen Energiecheck anbieten. Interessenten bitte melden.
• Und: Wir werden 2019 in Dortmund als ÖEG auf dem Kirchentag vertreten sein – mit einem Stand und mit einem Workshop. Wer Interesse hat oder sowieso nach Dortmund fahren möchte, kann sich gerne über uns mit anmelden – und bekommt dann gegen Standdienst freien Eintritt.

Dankbar sind wir Ihnen und Euch für das entgegengebrachte Vertrauen. Die „Bescherung“ in Form einer bescheidenen Dividende gabs ja schon. In diesem Zusammenhang eine dringende Bitte, uns den Wechsel der Bank (und auch der Adresse) mitzuteilen, da Rückläufer sehr viel Mühe machen. Dankbar sind wir auch mit Sebastian Braun eine sehr kompetente Unterstützung speziell im technischen Bereich gefunden zu haben.

Zurück zum Dortmunder Kirchentag, der unter nachstehender Losung steht:

Was für ein Vertrauen, auch darauf, dass Veränderung uns auch entgegenkommt, Menschen mitmachen, denen wir es anfangs nicht zugetraut haben, sich immer wieder neue Möglichkeiten ergeben. Advent und Weihnachten stehen dafür.
Das wünschen wir Ihnen und auch der ÖEG für 2019. In diesem Sinne ein gesegnetes Weihnachtsfest und Shalom für 2019.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Dezember 2018

P.S. Und hier noch ein Buchtipp: Nelles/Serrer, Kleine Gase- große Wirkung: der Klimawandel, 2018. Ein anschauliches verständliches Klimawandel-Erklärbuch von 2 jungen Studenten. Kostet 5 €.

Und als Reprint des Newsletters 18 von vor 2 Jahren zur Weihnachtsbeleuchtung: 500 Millionen Kilowattstunden verbraucht in D. die Weihnachtsbeleuchtung. Erstaunlich ist, dass den Löwenanteil davon nicht die öffentliche Beleuchtung schluckt, sondern private Lichterketten, Weihnachtssterne und Christbaumkerzen (sofern sie elektrisch sind). Ein Tipp: Wer statt traditioneller Glühbirnchen LED-Lichter verwendet, verbraucht 80 Prozent weniger Strom für die Festtagsbeleuchtung. Man könnte mit dem Strom für die Weihnachtsbeleuchtung etwa 140.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Und: Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2019 findet am 17. Mai 2019 statt, an einem Freitag um 18 Uhr!