Herzliche Einladung zur Genossenschaftsversammlung 2016

Herzliche Einladung zur Generalversammlung  am 4. Juni 2016 um 14:00 Uhr m Versammlungsraum der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll

Badwasen 6, gegenüber der Einfahrt zur Akademie 

Was Energiegenossenschaften bewegen könn(t)en

 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

wie Sie wissen, ist es uns immer ein großes Anliegen, neben den notwendigen „Formalia“ Ihnen wie uns in Vorstand und Aufsichtsrat auch den einen oder anderen inhaltlichen Anstoß zu vermitteln. Dies möchten wir diesmal mit zwei Beiträgen realisieren:

  • WeilerWärme – eine mit Wärme, Strom und Mobilität innovative eG Siegfried Neub, Pfalzgrafenweiler
  • „Sonne auf dem Sternberg“ – nachhaltige Perspektiven für Palästina
    Jakob Kraus, Politikwissenschaftler, Tübingen

Auch in einem für Genossenschaften nicht einfachen politischen Umfeld geht der Blick an den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württembergs nach vorne: ein gutes enkeltaugliches Leben für alle Menschen in den planetarischen Grenzen.

15:15 Kaffeepause

Bitte anmelden. Wer mit dem Zug anreisen möchte (ab Stuttgart 12:31 an GP 13:06, ab Ulm 12:54 an GP 13:28) kann abgeholt und wieder zum BHF GP gebracht werden. Bitte auf dem Rückmeldebogen vermerken, ebenso wer einen Kuchen zu unserem gemeinsamen Kaffee beisteuern könnte. 

Tagesordnung der Generalversammlung am 04.06.2016 ab 15:30 Uhr:

  

  1. Eröffnung und Begrüßung 2. Bericht über das Geschäftsjahr 2015 und Vorlage des Jahresabschusses 3. Bericht des Aufsichtsrates 4. Aussprache 5. Feststellung des Jahresabschlusses 2015 6. Entlastung
  2. a) der Mitglieder des Vorstands,
  3. b) der Mitglieder des Aufsichtsrats
  4. Beschlussfassung über die Gewinnverwendung und Auszahlungsdatum
  5. 9. Wahlen zum Aufsichtsrat
  6. 10. Zukünftige Maximalbeteiligung Weitere Anträge, Anregungen der Mitglieder 11. Verschiedenes 12. Abschluss

Anträge bitten wir bis 27.Mai 2016 an die Geschäftsstelle zu stellen.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung können ab 23. Mai in der Geschäftsstelle in Bad Boll eingesehen oder auf Wunsch zugeschickt werden.

Jobst Kraus                                                               Ernst-Ludwig Vatter

Vorstandsvorsitzender                                               Aufsichtsratsvorsitzender

Rückmeldebogen ÖEG GV 2016

Vollmacht_GV 2016

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Newsletter April 2016

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

seit Dezember gab es Funkstille, zwar nicht in Vorstand und Aufsichtsrat der ÖEG, aber gegenüber Ihnen und Euch, unseren Mitgliedern.  Im Newsletter vom Dezember 2015 haben wir auf mögliche Vorhaben für 2016 verwiesen. Zwei dieser Projekte gehen nun in diesem Monat in Betrieb, bzw. in unseren Besitz. Zum einen ist es eine 15,9 kWp Anlage auf dem Dach des Pferdestalles der Stiftung Urspringschule, die in der zweiten Hälfte April ans Netz gehen und den erzeugten Solarstrom zu 100 % in das interne Stromnetz dieses Evangelischen Landerziehungsheimes einspeisen wird. Das ehemalige Kloster Urspring ist ein Ort gemeinsamen Lebens und Lernens für ca. 200 Schülerinnen und Schüler in der eher idyllischen Atmosphäre am Fuße der Alb und am Austritt der Aach. Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler wohnen im Internat lernen dort alles, was man für ein Abitur in Baden-Württemberg braucht. In Bälde haben Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte und Eltern auch Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Anfassen. Ernst Ludwig Vatter und Jobst Kraus haben im Rahmen der Projektwoche unsere Genossenschaft und das Projekt vorgestellt und die Perspektive übermittelt, dass eine Schule, die Kinder und Jugendliche auf eine ressourcenleichte,  naturverträgliche und solidarische Welt vorbereiten will, selbst auch postfossil werden sollte. Sehr angetan waren wir von der Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft der Schule und der dortigen Schulleitung. Vielleicht können wir noch mehr miteinander machen.

Am 13. April werden wir zusammen mit anderen Energiegenossenschaften uns an einem schon bestehenden Solarpark der Stadtwerke Tübingen auf einer Bundeswehrkonversionsfläche in der Nähe von Engstingen beteiligen. Die Konzipierung und Errichtung der Anlage ging auf eine lokale Initiative zurück nach dem Motto der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ auf einer stillgelegten Schießbahn Kampfmittelreste zu beseitigen und  eine PV-Anlage zu errichten.

schießanlage

Anlage Luftbild

 

 

 

 

Copyright Dr. Knut Hochleitner und Thomas Baltzer

Weitere Fotos siehe:  http://solarpark-engstingen-haid.jimdo.com/

Die gesamte  – schon seit 6 Jahren bestehende  – PV Freifläche erzeugt ca. 3 Millionen kWh Strom, woran die ÖEG mit 2 % beteiligt ist und ein Paket von 250 Anteilen im Wert von 156.000 € übernehmen wird. Vor 2 Jahren hatten wir dies schon mal vor, wo uns aber die Bundesfinanzaufsicht damals Hürden in den Weg gelegt hat, die mittlerweile politisch und durch den Genossenschaftsverband ausgeräumt wurden. Am 13.4. wird bei den Stadtwerken Tübingen, die mit diesem Teilverkauf ( 15 %) ihre Kooperationsbereitschaft mit Genossenschaften praktisch werden lassen, der Notariatsvertrag unterzeichnet.

Das Kooperationsprojekt mit einem kirchlichen Krankenhaus konnten wir leider nicht realisieren. Obwohl wir an die untere Grenze unserer Renditeerwartung gegangen sind, war unser Solarstrom teurer als der vom Krankenhaus über einen Pool eingekaufte Strom.

Auch das Projekt mit der Herrnhuter Missionshilfe auf dem Sternberg stellt sich derzeit – da Auslandsinvestition in Palästina – als sehr schwierig dar. Trotzdem war eines unserer Mitglieder, Jakob Kraus mittlerweile ehrenamtlich zweimal auf dem Sternberg zur Planung der Anlage und um die dortige Leitung in Sachen Stromsparen zu motivieren.

karin Zomer 2

Es freut uns auch sehr, dass seit Anfang des Jahres auf Stundenbasis Karin Zomer im ÖEG Büro tatkräftig und engagiert unterstützt. Sie arbeitet Teilzeit in der Akademie und freut sich etwas aufzustocken. In der Regel ist sie am Dienstagnachmittag im ÖEG Büro (07164-79-216) erreichbar. So kommen wir einem unserer Fernziele auch für Beschäftigung zu sorgen, etwas näher.

Für all unsere Projekte – und noch weitere stehen 2016 auf unserer Tagesordnung – brauchen wir die Unterstützung aller Mitglieder, sowohl neue Mitglieder zu werben als auch selbst Gespartes (oder auch die gewonnene Dividende) weiter in die Energiewende zu investieren.

Und noch ein wichtiger Terminhinweis: am 4. Juni von 14 – 17 Uhr ist unsere nächste Generalversammlung, diesmal wieder in Bad Boll und zwar bei der Herrnhuter Missionshilfe (gegenüber zur Einfahrt zur Akademie. Wir überlegen uns derzeit ein interessantes Programm. Es sind zugleich auch die Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg. Einladung folgt.

Mit herzlichen Frühjahrs-Grüßen und dem Wunsch, dass die Sonne kräftig scheint.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler

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Newsletter Weihnachten 2015

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,
zu unser aller Freude endete der Weltklimagipfel von Paris mit einem unerwarteten, aber sehnlichst erhofften Erfolg. Die 195 Teilnehmer-Staaten waren sich einig, dass die globale Durchschnittstemperatur möglichst nur um 1,5 Grad steigen soll (derzeit liegen wir schon bei 1 Grad). Paris hat die Atmosphäre verändert, zuerst im Kommunikativen – und vielleicht bald auch real die Erdatmosphäre. Es sind zwar nur freiwillige Selbstverpflichtungen, aber deren Umsetzung muss offengelegt werden. Und die jeweiligen Ziele müssen noch viel ambitionierter und vor allem rasch umgesetzt werden. Klimaschutz – das wird an den vielen Reaktionen auf Paris deutlich, ist kein Verliererthema mehr, was darauf hoffen lässt, dass die Energiewende im Strom, Wärme und Verkehrsbereich eine Erfolgsstory wird. Als ÖEG hoffen wir, diesen Rückenwind, dieses positive Klima nutzen zu können, um weitere Anlagen zu bauen und Impulse zu mehr Effizienz und zu einer neuen Sparkultur an unsere Mitglieder und an Kirchengemeinden weiterzugeben.
Es deutet sich an, dass wir 2016 als ÖEG einiges umsetzen können:
• Eine Beteiligung an einer großen Freiflächenanlage
• 2-3 Dächer in einer Kirchengemeinde im Kirchenbezirk Göppingen
• Die Anlage auf dem Sternberg in Palästina
• Weitere Anlagen auf Kindergärten in Mannheim
• Eine PV-Anlage und ein Kleinwasserkraftwerk bei einem Schulinternat
• Eine Anlage auf einem kirchlichen Krankenhaus

Dazu brauchen wir die Unterstützung aller Mitglieder, sowohl neue Mitglieder zu werben als auch selbst Gespartes (oder auch die gewonnene Dividende) weiter in die Energiewende zu investieren.

So hoffen wir in Vorstand und Aufsichtsrat, dass aus der Hoffnung von Paris und der Notwendigkeit des Wandels in eine postfossile Welt reale Entscheidungen sich auch für uns ergeben.

Wir bedanken uns bei Ihnen und Euch allen sehr herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen und wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2016 – mit viel Rückenwind, wärmender Sonne aber auch wohltuendem Regen.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Dezember 2015
Jobst Kraus

P.S. Die Dividenden- und ggfs. Steuerbescheinigungen – sind verschickt. Wir bitten, diese zu überprüfen und uns etwaige Unstimmigkeiten mitzuteilen.

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KLIMAGIPFEL IN PARIS KANN WENDEPUNKT FÜR ZUKUNFT VON KOHLE, ÖL UND GAS WERDEN

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

der am Montag beginnende Klimagipfel in Paris kann nach Einschätzungen von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen einen Wendepunkt in der internationalen Klimapolitik markieren. Der Gipfel in Paris könnte ein starkes Signal für den weltweiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis Mitte des Jahrhunderts senden. Dies ist dringend notwendig, denn es steht nichts weniger auf dem Spiel als die Einhaltung der 2 Grad Grenze (globaler Temperaturanstieg). 2015 wird – trotz leichten Schneefalls Ende November – vermutlich als das wärmste Jahr seit den Temperaturmessungen eingehen. In diesem Jahr verursacht El Niño, die Aufwärmung des Meeres vor der lateinamerikanischen Küste, zusätzlich verstärkt durch den Klimawandel, starke Wetterextreme wie Überschwemmungen in Ecuador oder eine schlimme Dürre in Südafrika(Kalifornien nicht zu vergessen). So sollte alles Mögliche getan werden, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Dabei sind nicht nur ein Öl- und Kohleausstiegspfad und ambitionierte Reduktionsziele zu vereinbaren, sondern auch ein Solidaritätspaket für die Verletzlichsten, die schon jetzt die Folgen des Klimawandels spüren, zu verabschieden. Dies wird nicht einfach sein, denn Öl und Kohle in der Erde zu lassen, ist mit dem Verlust an Geld und Macht verbunden. Aber vielleicht erinnert die Flüchtlingskatastrophe an falsche Weichenstellungen in der Vergangenheit und die Notwendigkeit zu mehr gerechtem Ausgleich in und zwischen den Ländern. Die gerade verabschiedeten „Sustainable Development Goals “ (http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/ziele/ziele/2030_agenda/17_ziele/index.html;), die auch eine Fülle von Hausaufgaben für die Industrieländer – vielleicht sind sie/wir die eigentlichen Entwicklungsländer? – enthalten, die bis 2030 umgesetzt werden sollten – also in 15 Jahren. Über das was in Paris passiert, können sie sich informieren über: http://www.klimaretter.info/;
Was gibt’s Neues aus der ÖEG: Mittlerweile zählen wir über 280 Mitglieder. Mit Projekten geht es zögerlich voran, aber der Vorstand arbeitet daran. Eine Idee, ein Dach ist schnell da, aber dann wird es mühsam: Können wir – besonders bei Eigenstromnutzung – mit einer bescheidenen Rendite mit den Preisen mithalten, die der Immobilieninhaber für seinen rabattierten Strom-Gemeinschaftseinkauf bezahlt? Muss das Dach nicht erst saniert werden oder wie lässt sich das Risiko für eine PV – Anlage in Palästina(Sternberg) minimieren?
Mittlerweile sind die meisten Dividenden an unsere Genossinnen und Genossen ausgeschüttet. Vielleicht kann das Geld ja wieder sozialen und ökologischen Projekten zufließen. Angesichts der SEPA Umstellung, der Softwareanpassung etc. hat es leider etwas gedauert. Und: wir sind derzeit dabei auf Stundenbasis für unsere Büroarbeit jemanden einzustellen. Es war ja auch von Anfang an unser Anliegen für Beschäftigung zu sorgen. So fangen wir mal klein an. Zum Schluss: Ansonsten freut sich die ÖEG über jede Anregung und Rückmeldung, über neue Mitglieder und Anteile, über Unterstützung in der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft, Aufstockung oder bei Rückfragen, bitte ein Email an: info@oekumenische-energiegenossenschaft.de;
Eine schöne und – bei allem Engagement  – auch etwas erholsame Adventszeit, einem Symbol für den auch entgegenkommenden Wandel .

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im November 2015

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Neues aus der ÖEG

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde und Interessierte an der ÖEG,

zur Information für alle, die an der letzten Generalversammlung am 20. Juni 2015 nicht teilnehmen konnten:

  • für den aus dem Aufsichtrat aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Lothar Elsner wurde Gordon Detka einstimmig in den Aufsichtsrat berufen. Gordon Detka vertritt das juristische Mitglied Evangelisch – Methodistische Kirche.
  • Die ÖEG konnte die Umsatzerlöse um 30 % steigern und zwar von € 49.710,32 auf € 64.707,37. Diese Steigerung hätte noch höher ausfallen können, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anders gewesen wären und die Anlage auf dem Hospitalhof früher hätte realisiert werden können. Insgesamt weist die betriebliche Tätigkeit eine erfreuliche Tendenz auf.
  • Für das Jahr 2014 wird eine Dividende von 2 % ausgeschüttet, die zusammen mit der Dividende von ebenfalls 2 % für das Jahr 2013 ausbezahlt wird. Die danach verbleibenden Mittel werden als Gewinnvortrag auf neue Rechnung übernommen.
  • Mittlerweile zählt die Genossenschaft 281 Mitglieder. Insgesamt hat die ÖEG bisher ca. 600.000 € (Frühjahr 2015) an Kapital eingesammelt, wobei zu erwähnen ist, dass die ÖEG mangels konkreter Projekte bewusst nicht offensiv um neue Mitglieder geworben hat. Wenn nachstehende Projekte sich realisieren lassen, wird die Mitgliederwerbung wieder aktiviert.
  • Die Herrnhuter Brüdergemeine, selbst bei uns Mitglied ist an uns herangetreten, um bei Ramallah/Palästina auf dem Sternberg(Behinderteneinrichtung mit Internatsschule) ein PV – Projekt zu realisieren. Da der Brüdergemeine der Sternberg gehört, könnten wir ohne selbst im Ausland zu investieren, tätig werden. Im Herbst wird unser Mitglied Jakob Kraus vor Ort Energieeinsparpotentiale und für PV geeignete Dachflächen eruieren.
  • Unsere ehrenamtliche Unterstützung der Orthodoxen Akademie Kreta hat mittlerweile nicht nur zur Errichtung einer PV- Anlage auf dem Akademiegebäude geführt, sondern auch zur demnächst stattfindenden Gründung der jetzt dritten(!!!) Energiege-nossenschaft in Griechenland. Der Strom in Kreta wird zu etwa 80 % aus der Verbrennung von Dieselöl gewonnen – bei unendlich Sonne und Wind. Ganz Griechenland gibt etwa 40 Mrd. €/a für fossile Energien aus. Bei einer stärkeren dezentralen Energieerzeugung könnten private und öffentliche Haushalte entlastet und Arbeitsplätze geschaffen werden.
  • Im Herbst hoffen wir einige neue Projekte – nicht nur in Palästina – umsetzen zu können.

Im Namen von Vorstand und Aussichtsrat allen einen schönen, erholsamen Sommer.

Jobst Kraus

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Den Klimawandel begrenzen: mit höheren Energiepreisen als Innovationstreibern zu mehr Zukunftsfähigkeit – Generalversammlung der Ökumenischen Energiegenossenschaft in Bad Boll mit beeindruckendem Vortrag

Anlässlich der 6. Genossenschaftsversammlung der Ökumenischen Energiegenossenschaft Baden-Württemberg am 20. Juni 2015 in der Evangelischen Akademie Bad Boll referierte Dr. Joachim Nitsch, ehemals Deutsche Luft und Raumfahrt, Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung, über das Thema „Paris, 2030 und 2050 im Blick…eine ambitionierte Klima- und Energiewende in Baden-Württemberg und der Beitrag von Genossenschaften“.
Für Nitsch steht Baden-Württemberg in den kommenden Jahren vor einer grundlegenden Umgestaltung seiner Energieinfrastruktur. Neue Stromnetze, Solar- und Windkraftanlagen lassen die Energiewende für alle sichtbar werden. Wohingegen die heutige Form der Energieerzeugung – bedingt durch den hohen Importanteil von Öl, Gas, Uran und Kohle – mit ihren sozialen und ökologischen Folgen nicht sichtbar ist. Bestenfalls der Braunkohletagebau in Deutschland lässt ahnen, welche Folgen die Exportländer zu tragen haben. Deshalb – so Nitsch: „Je mehr private Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand Energie sparen, desto weniger neue „störende“ Anlagen werden gebraucht“. Um die Klimaziele der Landesregierung zu erreichen müssen aber auch in Zukunft neue Solar- und Windkraftanlagen gebaut werden. Diese sollen „So viel wie möglich lokal und regional errichtet – und dann intelligent zentral vernetzt werden“. Großes Potential sieht Nitsch auch im Aufbau von Nahwärmenetzten, in welchen die Abwärme von Industrieanlagen und Blockheizkraftwerken effektiv genutzt werden kann
Ein Problem für die Energiewende ist, dass derzeit der Energiemarkt noch gegen den Klimaschutz arbeite. Nur die Einbeziehung externer Kosten in den Strompreis z.B. durch eine CO2 Steuer, fördere den sparsamen Umgang mit Energie und die Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren: „Angemessen hohe Energiepreise sind für moderne Volkswirtschaften nützlich! Sie sind ein „Innovationstreiber“, stimulieren dadurch die Modernisierung der Energieversorgung und machen sie damit leistungsfähig und zukunftsfähig“, so Nitsch. Der Zubau zahlreicher Anlagen „vor Ort“ und ihre Vernetzung erfordert gleichzeitig die frühzeitige und intensive Einbindung der Bürger. Hier liege auch die Chance der Genossenschaften, denen Nitsch eine wichtige Rolle bei der Daseinsvorsorge, einem mehr an Transparenz und den Vorteil einer bescheidenen Rendite zuschreibt.
So gesehen war der Vortrag von Dr. Joachim Nitsch auch ein willkommener Arbeitsauftrag an die ÖEG selbst, die in ihrer anschließenden Generalversammlung diesen „Ball“ gleich aufnahm und Vorstand und Aufsichtsrat ermutigte, über ihre bisher 10 PV – Anlagen auf diakonischen Einrichtungen, Kindergärten, Pfarrhäusern oder Kirchen hinaus, den Kirchen weiter „energetisch“ aufs Dach zu steigen und ihnen zur Zukunft einer Plusenergie-Kirche zu verhelfen.

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Einladung zur Generalversammlung am 20. Juni 2015 in der Evangelischen Akademie Bad Boll um 14:00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

herzliche Einladung zum Vortrag von Dr.- Ing. Joachim Nitsch
– ehem. Abteilungsleiter „Systemanalyse und Technikbewertung“ im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) –  zum Vortrag aus Anlass unserer mittlerweilen 6.  ÖEG- Genossenschaftsversammlungmmlung

Paris, 2030 und 2050 im Blick…
eine ambitionierte Klima- und Energiewende in Baden-Württemberg und der Beitrag von Genossenschaften“
Im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wird Joachim Nitsch nicht nur die aktuellen globalen Her-ausforderungen, sondern auch Wege und Übergänge in ein postfossiles Baden-Württemberg beschreiben und uns zu ambitioniertem Handeln als Privatleute und Genossenschaft herausfordern. Im Anschluss an Vortrag und Diskussion und nach einer kurzen Kaffeepause findet um 15:15 die mittlerweile sechste Generalversammlung der Ökumenischen Energiegenossenschaft statt, an der Interessierte gerne auch als Gast teilnehmen können.

Mit herzlichem Gruß im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat

Jobst Kraus

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Nach der Sonnenfinsternis: es wird Frühling – für unsere Energie-Genossenschaft und vielleicht auch für Sie

Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Energiegenossenschaften in die Nähe von Fonds gerückt und ihnen eine Beteiligung an größeren Projekten mit anderen Genossenschaften oder Stadtwerken erschwert hat, hat sie nun – so eine Meldung von Mitte März – ihre Auslegung zum Kapitalanlagegesetzbuch revidiert. Bürgerenergiegenossenschaften fallen demnach regelmäßig nicht unter das Kapitalanlagegesetzbuch. Damit ist die BaFin – so der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), Dr. Roman Glaser – der Auslegung des Genossenschaftsverbandes gefolgt, dass „Genossenschaften keine Fonds sind, sondern einem gemeinsamen Förderzweck dienen“. Für die ÖEG bedeutet dies auch, dass sie das auf Eis gelegte Projekt mit den Stadtwerken Tübingen und anderen Energiegenossenschaften erneut in Angriff nehmen kann, da dies inzwischen nur als Ergänzung des sonst operativen Geschäfts gesehen wird.
Der Vorstand hat auch beschlossen in Zukunft nicht nur Kirchengemeinden die Finanzierung und den Betrieb von PV – Anlagen unter 10 kWp anzubieten, sondern auch ÖEG Mitgliedern. Diese vergleichsweise kleinen Anlagen fallen im Blick auf die Zahlung einer EEG Abgabe unter die Bagatellgrenze. Die ÖEG würde die Anlage planen und finanzieren und für diese Dienstleistung eine monatliche Miete verlangen. Der auf dem Dach erzeugte Solarstrom sollte überwiegend selbst verbraucht werden, da er dann die sonst bezogenen Kilowattstunden zu ca. 27 Cent substituiert. In der Verrechnung von eingespartem Strombezug und vergüteter Einspeisung einerseits und Miete an die ÖEG anderseits bleibt in der Regel gegenüber den bisherigen Stromkosten ein kleiner Gewinn. Und nach Ablauf des Mietvertrages geht die Anlage in das Eigentum des Immobilienbesitzers über. Interessenten mit einem passenden Dach können sich bei dem Vorstand melden.
Interessant zu beobachten war, wie sich die Sonnenfinsternis am 20. März auch in den ÖEG – Anlagen zeigte:
Bildschirmfoto 2015-03-20 um 22.01.29Bundesweit ging die solare Leistung von 9:45 Uhr kontinuierlich bis 10:45 von 13,4 Gigawatt auf 5,1 Gigawatt hinunter – und erreichte dann nach Abschluss der Sonnenfinsternis den Mittagsspitzenwert von 20 Gigawatt – eine Leistung, die in etwa der von 20 Atomkraftwerken entspricht.
Überhaupt können wir mit der Solarleistung in diesem Jahr – und besonders im noch nicht beendeten Monat März – sehr zufrieden sein.

Ein schönes Frühjahr und einen schönen Sommer wünscht Ihen und Euch
Ihre/Eure ÖEG

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Ein gutes Neues Jahr 2015 allen Mitgliedern und der ÖEG

Liebe Mitglieder der ÖEG, liebe Freundinnen und Freunde der ÖEG,
während nach einem wieder etwas sonnigeren Jahr mit Erträgen von über 1.000 kWh je einem Kilowatt installierter Leistung alle unsere Anlagen schneebedeckt ins Neue Jahr gehen möchten Vorstand und Aufsichtsrat Euch und Ihnen allen ein rundum gutes und gesundes Neues Jahr wünschen.
Für die ÖEG war das zurückliegende Jahr nicht einfach. Das EEG 2.0 war eher eine Bremse für den weiteren so notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist übervorsichtig, speziell was Beteiligungen der einzelnen Genossenschaften an größeren Projekten (z.B. Windpark) anbelangt, wo wir als ÖEG nicht direkt operativ tätig wären.
Dabei ist bisher die Energiewende durch Bürgerinnen und Bürger vorangebracht worden. Mehr als 25.000 Menschen sind in Baden-Württemberg mittlerweile in einer Energiegenossenschaft engagiert. Deutschlandweit sind mehr als 200.000 Bürgerinnen und Bürger Mitglied einer von 800 Energiegenossenschaften. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (bwgv) vertritt die Interessen der 149 Energiegenossenschaften in Baden-Württemberg und setzt sich dabei branchen- und technologieübergreifend für eine dezentrale, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung in Baden-Württemberg ein – und er streitet auf Bundesebene auch für bessere Rahmenbedingungen für die Energiegenossenschaften. Denn die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie auf einer breiten gesellschaftlichen Basis steht. Die Akzeptanz von Energie-Projekten hängt unweigerlich mit der Beteiligung der lokalen Bevölkerung zusammen. Leider fließt die lokale Beteiligung der Bevölkerung bisher nur marginal in die Vergabekriterien ein. Hier will die ÖEG dran bleiben und sich wenn irgend möglich auch an Windprojekten auf (kirchlichen) Flächen beteiligen. Ansonsten versuchen wir unseren „Anlagenpark“ 2015 um einige kleinere PV – Anlagen auf kirchlichen Einrichtungen (Kindergärten) unter der Bagatell-Grenze von 10 kWp (kein EEG Abgabenanteil etc. notwendig) und sind auf der Suche nach größeren Dächern, wo darunter ein hoher Eigenverbrauch von Solarstrom gegeben ist. Aber oft zahlen diese Einrichtungen über einen Sammeleinkauf zu wenig für ihren Strom. Auch am Thema Contracting (Heizungspumpen, Lampen, BHKW) denken wir weiter, denn viel wichtiger als die Erzeugung ist die Energieeinsparung als Effizienz, aber auch durch eine Verbrauch senkende Nutzungskultur. Zwischen 1990 und 2011 ist der Stromverbrauch um 20 % gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass in einigen Bereichen die planetarischen Grenzen, z.B. beim Klima, derzeit überschritten werden und die Politik eher nachfolgen korrigierend,

das sollte sich 2015 ändern

denn gestaltend agiert (und hofft es wird schon gut gehen), ist ein Umsteuern ein „Weniger“, nicht nur ein anders“ besonders wichtig.
Dazu passt der Link eines NDR – Kurzfilms zum Thema Konsum (denn da steckt überall auch Energie drin) unter dem Titel „Neuland“, der mit dem Satz endet „wenn wir eine Vorstellung von Zukunft haben, dann kann man in der Gegenwart damit beginnen.“ Und diese Zukunft müsste eher reduktiv sein, nicht expansiv – und trotzdem Lust machen, sich in diese Zukunft auf den Weg zu machen: http://www.ardmediathek.de/tv/NDR-Sondersendungen/Neuland-Zu-viel-ist-nicht-genug/Das-Erste/Video?documentId=25425506&bcastId=3750154;

Neuland zu betreten wünschen wir Ihnen und Euch allen – und auch der ÖEG. In diesem Sinne wünschen wir – Aufsichtsrat und Vorstand der ÖEG – allen ein gesundes und ein rundum nachhaltig erneuertes Jahr 2015.

Ihre ÖEG

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Sonnenstrom wird zu 100 Prozent im Hospitalhof verbraucht

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitglieder der ÖEG,

auch wenn der Sommer für Ferien zu Hause hätte besser sein können, sind die Erträge bisher in diesem Jahr nicht so schlecht, jedenfalls besser als letztes Jahr. Wir haben nach Inbetriebnahme die Solar-Erzeugungskurve mit dem internen Stromverbrauch des Hospitalhofs verglichen. Deutlich wird, dass der von unserer Anlage erzeugte Strom zu 100 % im Gebäude verbraucht wird. Hier findet sich die Grafik im Detail: Verbrauchskurve Hopitalhof Lastgang

Von Mitgliedern werden wir immer wieder nach Vorlagen für Freistellungen gefragt. Ein Mitglied hat ein Formular entwickelt und es der ÖEG zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank! Es findet sich im Downloadbereich: Freistellungsauftrag für Kapitalerträge

Allen Mitgliedern noch schöne Ferientage und einen guten Start in den Herbst, in dem wir als ÖEG auch neue Projekte anpacken wollen. Eine Idee ist, Kirchengemeinden Anlagen bis zu 10 kWp zur Pacht anzubieten. Die ÖEG plant und investiert. Die Kirchengemeinde zahlt eine monatliche Pacht und kann den Strom selbst nutzen oder einspeisen, so dass der Kirchengemeinde alles in allem ein kleiner finanzieller Vorteil bleibt. Interessierte Kirchengemeinden können sich direjkt an die ÖEG wenden.

Einen herzlichen Gruß – auch im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat

Jobst Kraus

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