ÖEG Generalversammlung 2018 mit perspektivischen Neuigkeiten

Liebe Genossenschaftsmitglieder, liebe Freundinnen und Freunde der ÖEG,
das Protokoll der Genossenschaftsversammlung am 23. Juni 2018 gibt ausführlich die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die gefassten Beschlüsse wieder. Siehe: Protokoll_9._Generalversammung_OeEG_Boll_Juni 2018 
Die Neuigkeiten nochmal hervorgehoben:
+ für 2017 gibt es eine Dividendenausschüttung von 2 %.
+ der Ev. Oberkirchenrat in Stuttgart hat auf Betreiben der Landessynode den Beschluss gefasst, dass ab sofort Kirchengemeinden Mitglied der ÖEG werden können. Allerdings sind die Anteile auf 10, also 1000 € begrenzt. Jetzt kann auch die Kirchengemeinde Donzdorf, die ja versucht hatte vor dem kirchlichen Verwaltungsgericht ihre Position bestätigt zu bekommen und damals unterlegen ist, ihre ruhende Mitgliedschaft wieder aktivieren. Es wäre schön, wenn jetzt einige Kirchengemeinden als Neumitglieder die ÖEG mit Anteilen – und auch Dächern unterstützen. Der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren ist dringender denn je!!!
+ die ÖEG sucht einen hauptamtlichen Geschäftsführer*in, die/der den Vorstand in der Projektplanung und  – überwachung unterstützt und hofft, dass dies schon  – bei einer 50 % Stelle – schon im Herbst realisiert werden kann. Angesichts der Arbeitsanfalls und neu zu planender Projekte war dieser Schritt aus der Ehrenamtlichkeit heraus notwendig geworden (Aufsichtsrat und Vorstand arbeiten weiterhin ehrenamtlich). Interessenten melden sich bitte bei der ÖEG.
+ 4 – 5 weitere Anlagen sind in Planung. Es wäre schön, wenn ein Großteil davon noch dieses Jahr in Betrieb geht.

Mit sonnigen Grüßen – für Vorstand und Aufsichtsrat

Jobst Kraus

 

Zwei „Ostergeschenke“ für die ÖEG – und es bleibt noch viel zu tun!

Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich über zwei kleine Schritte in Richtung des Ausbaus  der erneuerbaren Energieerzeugung. Der Windpark Länge, an dem die ÖEG mit 200.000 € beteiligt ist, ist nach langer Durststrecke durch die Ausschreibung gekommen. Dies heißt: Der Windpark Länge mit 7 Anlagen unter Beteiligung von Genossenschaften, Stadtwerken und solarcomplex hat  mit 5,19 ct/kWh garantiert auf 20 Jahre den Zuschlag erhalten (höchster Zuschlag war 5,28 ct/kWh). Die Rodungsarbeiten wurden schon abgeschlossen. Wenn alles gut geht, gehen die Windräder  2019 ans Netz.

Außerdem ist seit heute Gründonnerstag eine 25,92 kWp Anlage auf dem Dach der Mannheimer Kirchenverwaltung in Betrieb und wird etwa 24.000 kWh im Jahr erzeugen, die zu 90 Prozent im Gebäude verbraucht werden.

J.Kraus(ÖEG), S.Jooss (Verwaltungsdirektor Ev. Kirche Mannheim), H.J. Roth, Umweltbeauftragter EKMA

Zwei weitere Anlagen auf Kindergärten in Mannheim sowie PV – Anlagen auf Heimen der Samariterstiftung in Münsingen und Ostfildern sollen folgen. Es bleibt mühsam angesichts der energiepolitischen Rahmenbedingungen und des bürokratischen Aufwandes. Aber der weitere Ausbau ist dringend notwendig. Der von der UN beauftragte Klimarat IPCC fordert die Politik auf im Bereich Einsparen und Erneuerbare an Tempo zuzulegen:  Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, dürfe die Menschheit noch etwa 600 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft blasen, das entspricht – gemessen am derzeitigen Ausstoß – der CO2-Menge von etwa zwölf Jahren (nach zwölf Jahren „weiter wie bisher“ müssten die Emissionen also auf Null sinken).  Die aktuellen Ziele der Staaten, ihren CO2-Ausstoß einzuschränken, reichten nicht, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Auch Deutschland hinkt hinterher. Bis 2020 sollten 40 % eingespart werden. Derzeitiger sind 27,7 % erreicht. Nur mit dem Ausstieg aus der Kohle, mit weniger Fleisch und mit einer anderen nachhaltigen Mobilitätskultur ließen sich die 12,3 % noch schaffen.

Bitte machen Sie Werbung für die ÖEG! Wir wollen und können nicht bei derzeit 306 Mitgliedern und 1.056000 € Einlagen stehen bleiben. Gerne schicken wir Ihnen Werbe-Flyer zu.

Auch Ostern ist ein Transformationsfest. So wünschen wir Ihnen privat und uns allen  in nah und fern, dass die notwendigen Veränderungen, an denen gearbeitet und auf die gehofft wird, uns auch entgegenkommen.

Mit herzlichem österlichen Grüßen

Ihre ÖEG mit Vorstand und Aufsichtsrat

Frohe Weihnachten und ein gutes und sonniges Jahr 2018

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

mit sehr gemischten Gefühlen blicken wir als ÖEG auf das Jahr 2017 zurück. Sehr dankbar sind wir für Ihre und Eure Unterstützung, wenn Anteile aufgestockt wurden und für das damit gezeigte Vertrauen in unsere Arbeit. So sind wir in Aufsichtsrat und Vorstand auch etwas stolz auf unsere Mitglieder. Es freut uns auch, dass wie auch im letzten Newsletter schon angedeutet und bildlich dokumentiert unsere mittlerweile 14 zehnte und auch größte PV – Anlage fleißig Sonnenstrom produziert. Mit ermöglicht hat dies auch das Erneuerbare-Wärme-Gesetz der Landesregierung (https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/neubau-und-gebaeudesanierung/erneuerbare-waerme-gesetz-2015/;), das einen Anteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung des Gebäudes verlangt, wenn in einem vor 2009 errichteten Haus eine Zentralheizung erneuert wird, das heißt wenn der Kessel oder ein anderer zentraler Wärmeerzeuger ausgetauscht wird. Diese Auflage kann auch durch die Errichtung einer PV – Anlage erfüllt werden, wie in Münsingen nun geschehen. Wir hoffen, dass auch andere kirchliche Einrichtungen bei Renovierungen diesbezüglich auf uns zukommen.
Sehr gefreut haben wir uns auch über eine finanzielle Förderung der Anlage durch die BUND Regionalstrom Initiative( bund.regionalstrom@bund.net;). Im Neuen Jahr wird nun auch die PV – Anlage auf dem Verwaltungsgebäude der Mannheimer Gesamtkirchengemeinde errichtet. Nicht nur für uns als ÖEG ist es wichtig das Geld unserer Mitglieder auf die Dächer zu bringen, sondern auch die Energiewende mit Atom- (2022) und notwendigem Kohleausstieg, mit Energiesparen und dem drastisch zu beschleunigenden weiteren Ausbau dezentraler erneuerbarer Energie Erzeugung macht das Wachsen der ÖEG notwendig. Will die Weltgemeinschaft das Paris-Ziel von 2 Grad – besser noch 1,5 – einhalten, dann so haben Wissenschaftler errechnet, stehen Deutschland anteilsmäßig noch 9,9 Mrd. Tonnen Reibhausgase zur Verfügung. Baden-Württembergs Anteil daran sind 1,25 Mrd. Tonnen. Bei einer jährlichen Freisetzung von 70 Millionen Tonnen ist diese Menge in ca.15 Jahren verbraucht und dann müsste es auf „Null“ gehen. Im Bereich Verkehr bleiben in BaWue bei einem Jahresausstoß von 21,7 Mio. Tonnen nur noch 306,9 Mio. Tonnen an zu verfahrender oder verfliegender Restmenge.
All dies macht deutlich, wie dringend ein Übergang in eine reduktive Moderne, eine nachhaltige Energie-, Ess- oder Mobilitätskultur ist. Zum Thema Mobilität gibt es derzeit auch eine neue Studie „Mobiles Baden-Württemberg, die zum Umstieg in eine nachhaltige Mobilitätskultur ermutigt: https://www.bwstiftung.de/bildung/programme/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-buergerbildung/mobiles-bw/;
„Come on“ oder „Wir sind dran“, so lautet der Titel des neuen Buches des Club of Rome, dessen Mitverfasser Ernst Ulrich von Weizsäcker ist und der eine sehr beeindruckende Schiller-Rede gehalten hat und dabei für eine neue Aufklärung plädiert. Vielleicht ist in den Weihnachtstagen Zeit einmal in diese Rede hinein zu hören: http://www.dichterlesen.net/veranstaltungen/schillerrede-2017-aufbruchsstimmung-im-club-of-rome-2289/;

Neue Aufklärung in einem Neuen Jahr. So liegen vor uns als Gesellschaft große und spannende Aufgaben. Wir wünschen Ihnen, dass Sie dies – ob privat oder beruflich und im öffentlichen Leben – nicht als erdrückend, sondern voller Hoffnung angehen, die uns auch immer als Geschenk entgegenkommt.
Und so grüßen wir Sie und Euch mit der Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6)

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Dezember 2017

 

P.S. Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2018 findet am 23.Juni statt!

 

Neue PV – Anlagen – und neues Anlegen möglich!

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

nachstehend ein kurzer Rückblick auf die diesjährige Genossenschaftsversammlung und über aktuell anstehende (und gerade realisierte) Projekte:
Am 17. Juni hatten wir unsere 8. Generalversammlung. Der Lagebericht des Vorstandes zeigte mit welchen Problemen die ÖEG zu kämpfen hatte und hat, weist aber auch sonnige Perspektiven auf. Der Lagebericht findet sich auf der Internetseite der ÖEG. Dort ist u.a. auch zu lesen, dass wir beschlossen haben für 2016 keine Dividende auszuschütten. Wir sind zuversichtlich: dies wird sich 2018 wieder ändern. Hoffnungsvoll stimmen uns eine Mitteilung des Insolvenzverwalters der Solarfabrik in Freiburg, dass wir einen größeren Anteil unseres noch in die Garantie fallenden Schadens aus der Insolvenzmasse erstattet bekommen. Und: in diesen Tagen geht unsere 14. PV – Anlage mit 76 kWp auf dem Dach einer Behinderten-Werkstatt der Samariterstiftung in Münsingen ans Netz.

Sie wird pro Jahr ca. 45 Tonnen CO2 einsparen. Weiterhin konkretisiert sich der Vertragsabschluss mit der Gesamtkirchengemeinde in Mannheim über 3 PV – Anlagen eine PV – Anlage auf dem Dach eines Verwaltungsgebäudes und zwei weitere auf dortige Kindergärten. Leider sind wir mit dem Windpark Länge im Südschwarzwald auch in der jüngsten Ausschreibungsrunde nicht zum Zuge gekommen, wie übrigens keine einzige Anlage in BaWue. Wir werden es erneut versuchen.
Wie auf der Internetseite schon mitgeteilt hat aus persönlichen Gründen Ernst Ludwig Vatter sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates niedergelegt. Wir sind froh nun mit Paul Hell, einem früheren Vorstandsmitglied, einen kundigen Ökonomen als Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewonnen zu haben. Darüber hinaus sind neu im Aufsichtsrat: Matthias Hiller und Uli Mach. Im Vorstand der ÖEG bringt seit Kurzem dankenswerter Weise Manfred Kauffmann engagiert seine Finanzkompetenz ein. Allerdings wird Peter Wabitsch in diesem Jahr aus Gründen der Arbeitsüberlastung seinen Vorstandsposten zu unserem großen Bedauern räumen. Herzlichen Dank an ihn! Wer an einer Mitarbeit im Vorstand interessiert ist, kann sich gerne melden. Wir würden uns sehr freuen!
Und ein Letztes: wir haben als Vorstand beschlossen, die Begrenzung der Anteile auf 500 € bei Neuanmeldungen wie auch bei gewünschten Aufstockungen aufzuheben. Ab sofort können Sie also wieder Anteile zeichnen. Anbei finden Sie das entsprechende Formular.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im Oktober 2017

 

www.oekumenische-energiegenossenschaft.de;

 

 

 

Rückblick auf die 8. Generalversammlung

Liebe  Mitglieder,
am 17. Juni hatten wir unsere 8. Generalversammlung. Der Lagebericht des Vorstandes zeigt mit welchen Problemen die ÖEG zu kämpfen hatte und hat, weist aber auch sonnige Perspektiven auf: 170617_Lagebericht JK.neu; und  Generalversammlung der ÖEG 2017; Dort ist auch u.a. zu lesen, dass wir beschlossen haben für 2016 keine Dividende auszuschütten. Wir sind zuversichtlich: dies wird sich 2018 wieder ändern. Demnächst wird unsere 14. PV – Anlage mit 76 kWp auf dem Dach einer Behinderten-Werkstatt der Samariterstiftung in Münsingen installiert und pro Jahr ca.45 Tonnen CO2 einsparen. Weiterhin hoffen wir, dass im Herbst in Kooperation mit der Ev. Kirche in Mannheim 3 weitere Anlagen, eine PV – Anlage auf dem Dach eines Verwaltungsgebäudes und auf 2 Kindergärten hinzu kommen. Im Verbund mit anderen Genossenschaften und Stadtwerken versuchen wir nochmals in der im August stattfindenden Ausschreibungsrunde zum Zug zu kommen. Ernst Ludwig Vatter hat aus persönlichen Gründen sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates niedergelegt. Ein dickes Dankeschön geht nach Degerloch für die vielen Jahre unermüdlichen Engagements!!! Wir sind froh mit Paul Hell, einem früheren Vorstandsmitglied, einen kundigen Ökonomen als Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewonnen zu haben. Darüber hinaus sind neu im Aufsichtsrat: Matthias Hiller und Uli Mach. Im Vorstand der ÖEG bringt seit Kurzem dankenswerter Weise Manfred Kauffmann engagiert seine Finanzkompetenz ein.
So möchte die ÖEG sich auch weiterhin für die noch längst nicht vollendete Energiewende (siehe auch:  20171207-Langfassung-SZEN-17-Nitsch-) engagieren. Wenn CO2 einen Preis hätte (statt derzeit 5 €  40 €) – der neu gegründete Verein  www.co2abgabe.de; braucht auch Ihre Unterstützung!! –   würde mehr an Energie gespart und mehr auf Sonne, Wind und Wasserkraft gesetzt.
Die ÖEG wünscht allen Mitgliedern und Freund*innen einen erholsamen Sommer.
im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat
Jobst Kraus

 

Herzliche Einladung zur Generalversammlung 2017 am Samstag 17. Juni, 14 bis 17:00 Uhr

Wo?  im Versammlungsraum der Herrnhuter Missionshilfe in Bad Boll Badwasen 6, gegenüber der Einfahrt zur Akademie
14:00 Uhr     Start mit gemeinsamem Kaffeetrinken 

Tagesordnung der Generalversammlung 

  1. Eröffnung und Begrüßung mit kurzer Vorstellungsrunde
  2. Protokoll der GV vom 4. Juni 2016
  3. Berichte über das Geschäftsjahr 2016 und Vorlage des Jahresabschusses – seitens des Vorstandes (Jobst Kraus, Peter Wabitsch)
  4. Bericht des Aufsichtsrates
  5. Aussprache im Plenum zu den Punkten 3 und 4
  6. Feststellung des Jahresabschlusses 2016
  7. Entlastung: a) der Mitglieder des Vorstands, b) der Mitglieder des Aufsichtsrats
  8. Beschlussfassung über die Gewinnverwendung und Auszahlungsdatum
  9. Wahlen zum Aufsichtsrat
  10. Anträge, Anregungen der Mitglieder
  11. Verschiedenes
  12. Abschluss

Anträge bitten wir bis 12.Juni 2017 an die Geschäftsstelle zu stellen.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung können ab 7. Juni in der Geschäftsstelle in Bad Boll eingesehen oder auf Wunsch zugeschickt werden.Nach Abschluss der GV besteht die Möglichkeit, sich gemeinsam den Film            „Power to change“ – siehe: http://powertochange-film.de/; anzusehen (90 Minuten)

Bitte anmelden. Wer mit dem Zug anreisen möchte (ab Stuttgart 13:00 an GP (IRE) 13:28 ab Ulm 12:54 an GP 13:29) kann abgeholt und wieder zum BHF GP gebracht werden. Bitte auf dem Rückmeldebogen vermerken, ebenso wer einen Kuchen zu unserem gemeinsamen Kaffee beisteuern könnte. Wer nicht kommen kann, kann gerne ein anderes Mitglied bevollmächtigen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen oder ein neues Kennenlernen (Gäste herzlich willkommen)
Mit herzlichem Gruß
Jobst Kraus  (Vorstandsvorsitzender) und                                                      Ernst-Ludwig Vatter (Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Neue PV – Anlage auf einem kirchlichen Kindergarten ist am Netz

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen, liebe Interessierte

es gibt einige Neuigkeiten, Erfreuliches und weniger  Erfreuliches. Letzteres zuerst: wie bekannt haben wir uns nach reichlicher Überlegung im letzten Herbst mit 200.000 € am Windpark Länge im Südschwarzwald beteiligt. Nachdem die BImschG (Bundes-Immissionsschutzgesetz:  Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) noch Ende 2016 erteilt wurde und mit dem Landratsamt auch Ausgleichsflächen für die zu rodenden Standorte  genehmigt hatte, hat die höchste Naturschutzbehörde  am Regierungspräsidium Freiburg Ende Februar die Rodungen nicht genehmigt, da sie aus naturschutzfachlichen Gründen mit den vereinbarten Ausgleichsflächen (für die gerodeten Flächen muss der Betreiber andere Flächenaufforsten) nicht einverstanden war.  Da mit Beginn des Monats März keine Bäume mehr gefällt werden dürfen, bedeutete dies einen Verzögerung der Umsetzung um mehr als ein halbes Jahr. Da man dann mit dem Projekt in die schrittweise Degression der fest vergüteten Kilowattstunden kommt, hat man sich bei einer kurzfristig anberaumten Gesellschafter-Info – Versammlung mehrheitlich darauf geeinigt, in das Ausschreibungsverfahren einzusteigen. Wenn man dann den Zuschlag bekommt – die Fachleute gehen davon aus, dass in der ersten Runde noch nicht so viele mitmachen – wird die kWh mit dem Preis vergütet, den man geboten hat (plus Aufschlag für küstenferne Südstandorte). Es könnte dabei ein höherer kWh Preis – zwischen 6 und 7 Cent – erreicht werden, was einer Rendite von etwa 5 % entspricht. Wenn man den Zuschlag bekommen hat, hat man dann 2 Jahre Zeit zu bauen – und dann ist dieser Preis für 20 Jahre garantiert. Wenn alles gut geht, könnte ab Winter 2017/18 gebaut werden und die Anlagen im Sommer/Herbst 2018 in Betrieb gehen. All dies ist misslich und (unser) Geld liegt leider brach.
Nun das Erfreuliche: seit 27. Februar produziert eine PV – Anlage von 7,1 kWp Strom auf dem Dach des Kindergartens der Eislinger Lutherkirche (siehe Foto), eine etwas größere Anlage auf dem Dach der Gesamtkirchengemeinde Mannheim und zwei weitere PV – Anlagen auf Kindergärten in Mannheim sind in „Arbeit“.
Die ÖEG freut sich über jeden Hinweis oder jegliche Dachvermittlung. Denn – wie bekannt – fehlt es uns derzeit weniger an Geld, sondern an Projektmöglichkeiten.
Unsere diesjährige Generalversammlung: diese findet nun am Samstag, den 17. Juni statt – und nicht am 8. Juli (laut unserer Satzung muss die GV innerhalb der ersten 6 Monate eines Jahres erfolgen). Das Programm folgt.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler im März 2017

 

 

 

 

Weihnachten 2016 – Newsletter 18

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

dankbar blicken wir zurück, dass wir mit Ihrer Unterstützung die dezentrale erneuerbare Energieerzeugung weiter ausbauen konnten. Überwältigt waren wir, wie viele auf unsere bitte hin, ihre Anteile aufgestockt haben, schneller als unsere Bank uns Kreditkonditionen ausrechnen konnte ( die wir dann gar nicht brauchten. Derzeit ist es eher so, dass wir wieder auf der Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten sind. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, seine Mitglieder zu bitten derzeit – wir geben dann wieder „Entwarnung“ – maximal 500 € aufzustocken, damit wir nicht zu viel Geld auf der Bank liegen haben.

Wir haben zwar neue Projekte in Aussicht, wie eine PV – Anlage auf dem Dach der Gesamtkirchengemeinde in Mannheim und im Januar wird eine 8 kWp Anlage auf einem Kindergarten in Eislingen installiert (dem hat der dortige Kirchengemeinderat vor wenigen Tagen zugestimmt, aber die Realisierung – so unsere Erfahrung ist oft mühsamer als gedacht. Für 2017 hoffen wir auf weitere neue Projekte und nehmen da auch gerne Vorschläge entgegen.

Und was uns und vermutlich auch Sie beschäftigt:  Ein global wie national schwieriges Jahr geht zu Ende. Kommentatoren schreiben von „entgleister Globalisierung“. Stephan Lessenich, Soziologe an der Universität in München, schaut in seinem neuen Buch mit dem Titel „Neben uns die Sintflut – die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“ noch ein wenig genauer hin und beschreibt die Kehrseite oder auch dunkle Seite unseres Wohlstands. An Beispielen globalen Handels, wie Baumwolle, Garnelen, Palmöl, Soja, dem Aluminium der Nespresso-Kapseln, verdeutlicht er, wie hochentwickelte Industriegesellschaften die sozialen und ökologischen Kosten externalisieren, Genuss und Gewinn für sich behalten. „In weiter Ferne, an den vielen Peripherien der kapitalistischen Weltökonomie, werden Arbeiten erbracht, Ressourcen gefördert, Giftstoffe freigesetzt, Abfälle gelagert, Landstriche verwüstet, Sozialräume zerstört, Menschen getötet – für uns, für die Menschen in den Zentren des Wohlstands, für die Ermöglichung und Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards, ihrer Lebenschancen, ihres Lebensstils.“ Dies sollte uns auch als ÖEG zu denken geben, denn erneuerbare Energieanlagen enthalten Rohstoffe, deren soziale und ökologische Kosten wie selbstverständlich externalisiert werden. Es gibt zwar fairen Kaffee, aber noch kein faires Aluminium oder faire Autos.  Für Lessenich ist die Konsequenz, sich dies bewusst zu machen und nicht „wegzudenken“, die faire Beschaffung weiter voranzutreiben und letztlich für eine doppelte Umverteilung einzutreten: global wie auch national. 

Advent und Weihnachten sind Zeiten der Unterbrechung, des Innehaltens, sich Selbstverständlichkeiten bewusst zu machen und zu hinterfragen oder gar in Frage zu stellen. Es ist zu wünschen, dass Weihnachten neben der ersehnten Muße, zwischenmenschlicher Nähe auch Mut zur Veränderung bringt – Einzelnen wie auch Gesellschaften. 

Beginnen könnte man bei einer begrenzten Weihnachtsbeleuchtung. Hierzu ein Zitat aus der Zeit: „Das Institut für Energiedienstleistungen in Heidelberg rechnet alle Jahre wieder hoch, wie viel Energie die Deutschen für die festliche Beleuchtung ihrer Häuser und Straßen verbrauchen. Aktuell beträgt diese Schätzung etwa 500 Millionen Kilowattstunden. Erstaunlich ist, dass den Löwenanteil davon nicht die öffentliche Beleuchtung schluckt, sondern private Lichterketten, Weihnachtssterne und Christbaumkerzen (sofern sie elektrisch sind). Ein Tipp: Wer statt traditioneller Glühbirnchen LED-Lichter verwendet, verbraucht 80 Prozent weniger Strom für die Festtagsbeleuchtung. Wie kann man diese riesige Menge an Elektrizität begreifbar machen? Man kann sie ins Verhältnis zu dem setzen, was wir sonst für die Beleuchtung unserer Wohnungen benötigen. In den knapp fünf Wochen zwischen dem ersten Advent und dem Dreikönigstag verbraucht der Durchschnittshaushalt circa 190 Kilowattstunden für die zusätzliche Beleuchtung, das ist etwa die Hälfte des Stromverbrauchs, der sonst im Jahr für Beleuchtung anfällt. Oder man rechnet es auf den Gesamtstromverbrauch um – dann könnte man mit dem Strom für die Weihnachtsbeleuchtung etwa 140.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen“.

Wir bedanken uns bei Ihnen und Euch allen sehr herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen und wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2017 – mit viel Rückenwind, wärmender Sonne und wohltuendem Regen.

Herzlichst Ihre ÖEG’ler  im Dezember 2016 

 P.S. Save the date: die Genossenschaftsversammlung 2017 findet am 8.7. 2017 statt!

ÖEG-Newsletter September 2016

 

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen,

zuerst einmal all jenen herzlichen Dank, die unseren Appell, doch ihre Anteile aufzustocken, aktiv aufgegriffen haben. Wir waren sehr positiv überrascht, doch auf so eine große Resonanz zu stoßen, so dass ca. 120.000 € insgesamt eingingen. Dies hat es uns ermöglicht ohne einen Kredit, die Beteiligung an den Windanlagen bei Bondorf im Südschwarzwald zu finanzieren. So haben wir jetzt noch etwas übrig für die für den Herbst geplante Anlage auf dem Martin-Luther – Kindergarten in Eislingen. Da aber die Anlagen in Mannheim (Ursulinen-Gymnasium und Gesamtkirchengemeinde) ebenfalls in den Startlöchern stehen, werben wir weiter um neue Mitglieder und weitere Aufstockungen.

Für die ÖEG war Ernst Ludwig Vatter beim Tag der Schöpfung auf der Landesgartenschau in Öhringen vertreten (siehe Bild):

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Demnächst wird es auch eine neuen ÖEG-Flyer geben, der als Download schon zu haben ist: flyer3spaltig_gelbaug2016; Wer in seinem Bekanntenkreis für die ÖEG werben möchte, dem schicken wir gerne einige Flyer zu. Bitte melden!

Und noch eines: Ein dreiviertel Jahr ist es her, dass zur großen Überraschung der Klimagipfel in Paris mit einem Hoffnungszeichen endete: der Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen sollte unter 2 Grad (am besten unter 1,5 Grad) bleiben. Laut einer Studie (http://www.climate-transparency.org/; ) mit dem Titel „brown to green“ sind zur Zielerreichung nicht nur die Ratifizierung des Abkommens(China und USA haben gerade unterschrieben) sondern eine Versechsfachung der derzeitigen Anstrengungen nötig. Die Erneuerbaren sind eine Erfolgsgeschichte, aber der Anteil der Kohle am Strommix bleibt hoch (Indien 45 %, Deutschland 26 %). Die Investitionen in Erneuerbare müssen sich bis 2035 in etwa verdoppeln. Also es gibt noch viel zu tun – auch für die ÖEG.

Mit herzlichem Gruß und besten Wünschen für den Start nach den Ferien

Herzlichst Ihre ÖEG’ler – auch im Namen von Vorstand und Aufsichtsrat-

 

Jobst Kraus

 

P.S. der Vorstand ist weiterhin auf der Suche nach einem in Finanzfragen kompetenten Vorstands-Mitglied.

 

Den Ausbau der Erneuerbaren voranbringen – Newsletter Juli 2016

Liebe Mitglieder, liebe Genossinnen und Genossen, liebe Interessierte

Wenn Sie auf unserer Generalversammlung waren oder im Nachgang den Lagebericht studieren konnten, werden Sie sich erinnern, dass die ÖEG in diesem Jahr Einiges an neuen Projekten realisieren möchte:

  • Eine PV- Anlage auf dem Dach des Kindergartens der Martin – Luther Kirchengemeinde Eislingen (10 kWp);
  • Zwei 10 kWp – Anlagen auf Dächern des Ursulinen-Gymnasiums Mannheim;
  • Hinzugekommen ist mittlerweile die Anfrage der Gesamtkirchengemeinde Mannheim auf dem Dach ihres innerstädtischen Verwaltungsgebäudes eine 35 kWp zu installieren, dessen Sonnenstrom zu fast 100 % intern verbraucht würde;
  • und dann haben Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, sich an dem Windpark Länge bei Bondorf im Schwarzwald neben Stadtwerken (Konstanz, Engen, Tuttlingen sowie Netzkauf Schönau und anderen Energiegenossenschaften) zu beteiligen. Es wird für die ÖEG in Zukunft nicht so viele Möglichkeiten geben, in Windenergie zu investieren. So  werden wir nach sorgfältiger Prüfung in den nächsten Tagen einen Anteil von 200.000 € zeichnen.
    Wir wollen mit diesen Investitionen in Höhe von ca. 300.000 € nicht nur zu dem notwendigen weiteren Ausbau der Erneuerbaren beitragen, sondern unsere derzeitigen Bankguthaben auch renditebringend anlegen. Ein wichtiger Grund für uns ist auch, nicht zu viel Geld auf der Bank zu deponieren, sondern dieses in reale Projekte zu investieren. Angesichts all dieser Vorhaben – und vielleicht kommen kurzfristig noch weitere kleinere Projekte dazu (Urspring, Lutherstadt Wittenberg) – bitten wir Sie neue Mitglieder zu werben und gegebenenfalls zu überlegen, ob Sie nicht Ihren Anteil aufstocken. Durch unseren Beschluss auf der letzten GV ist es möglich bis zu 200 Anteile a 100 € zu besitzen. Diese „Kapitalspritze“ würde uns die kommenden Aktivitäten als ÖEG erleichtern und gleichzeitig bei unserer Strategie einer hohen Eigenkapitalquote zu bleiben.
    Noch ein Tipp: Energiesparmaßnahmen (Sprit sparende Fahrweise und erhöhter Reifendruck machen mindestens minus 10 %, Standbyvermeidung, Lampen- oder Heizungspumpenwechsel (minus 60 %) u.a sparen nicht nur CO2 sondern auch Geld – und das könnte dann bei der ÖEG angelegt werden!
    Gerne schicken wir Ihnen Flyer zum Werben in Ihrem Freundeskreis zu. Das Formular zur „Aufstockung“ finden Sie auf unserer Internetseite, angehängt an den Rückblick auf die letzte GV vom 4.Juni.
    Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.

Mit herzlichem Gruß und besten Wünschen für den Sommer
Herzlichst Ihre ÖEG’ler – im Namen des Vorstands, der sich mittlerweile um Niko Reid wieder erweitert hat –
Jobst Kraus